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21.02.2008

freenet will DSL-Geschäft ausgliedern und verkaufen

Von Nico Schmidt DOW JONES NEWSWIRES

Von Nico Schmidt DOW JONES NEWSWIRES

HAMBURG (Dow Jones)--Die freenet AG, Hamburg, erwägt die Ausgliederung ihrer DSL-Sparte in eine Tochtergesellschaft und deren anschließenden Verkauf. Erste Gespräche mit potenziellen Interessenten und die Vorbereitungen eines Verkaufs liefen bereits, sagte Eckhard Spoerr, CEO des im TecDAX notierten Telekommunikationskonzerns, am Donnerstag zu Dow Jones Newswires.

Auf einen Verkauf dürften sich die Aktionäre freuen: Denn die Anteilseigner würden nach Aussage von Spoerr aus heutiger Sicht wahrscheinlich durch eine Sonderausschüttung an dem Erlös beteiligt werden. Als Alternative sei auch ein Aktienrückkaufprogramm denkbar. Allerdings sei die Option der Zahlung einer Sonderdividende momentan "erste Wahl".

Auf Nachfrage wollte Spoerr weder die Namen von Interessenten für die Breitbandsparte noch Details zu den finanziellen Rahmenbedingungen einer möglichen Transaktion nennen.

Einen Anhaltspunkt über das Volumen eines möglichen Verkaufs der Sparte könnte nach Aussage von freenet-Sprecherin Elke Rüther die Tatsache liefern, dass der Konzern 2007 rund 1,3 Millionen Breitbandkunden und damit einen Marktanteil von etwa 7% hatte. "Damit ist freenet ein relevanter Player. Ein Käufer würde seinen Marktanteil signifikant steigern", sagte Rüther. Im Jahr 2006 besaßen rund 1 Millionen Kunden einen DSL-Anschluss von freenet.

Um den Verkauf der Breitbandsparte vorzubereiten, wird nach Aussage von CEO Spoerr aktuell die Implementierung einer Holding-Struktur geprüft. Im Falle einer Umsetzung dieser Struktur würde die DSL-Sparte der freenet AG als Tochtergesellschaft ausgegliedert und anschließend zum Verkauf angeboten werden.

Bereits im Dezember hatte freenet im Rahmen eines Strategic Review Prozesses mitgeteilt, diese Option zu prüfen. Zur Begründung hieß es seinerzeit, dass durch eine solche Maßnahme die wertorientierte Unternehmensentwicklung und -steuerung der unterschiedlichen Geschäftsbereiche gefördert werden würde.

Mit dem Verkauf der DSL-Sparte soll nach Aussage von Spoerr die bereits im vergangenen Jahr eingeschlagene Konvergenzstrategie stärker als bislang verfolgt werden. Im Rahmen ihrer Konvergenzstrategie bietet freenet Kombiprodukte aus Festnetz, Internet und Mobilfunk an.

Den Wachstumsmarkt sieht Spoerr im mobilen Internet. Um hier eine aktive Rolle einzunehmen, "brauchen wir nicht zwingend ein eigenes DSL-Geschäft", denn die Bedeutung des Festnetzanschlussbereiches für den Strategiemix sei nur gering. "Allerdings möchten wir selbstverständlich über unsere gesamten Vertriebskanäle auch weiterhin vertrieblich aktiv bleiben."

Zudem zeigte sich der freenet-CEO optimistisch, was die Erfüllung der Gewinnziele für 2007 angeht: Es sei zu erwarten, dass im abgelaufenen Geschäftsjahr ein EBITDA von 250 Mio EUR und ein Vorsteuergewinn von 160 Mio EUR erzielt werde. Die freenet AG wird ihr endgültiges Jahresergebnis am Montag, den 3. März, vorlegen.

Webseite: http://www.freenet.de Von Nico Schmidt, Dow Jones Newswires, +49 (0)69-297 25 103, unternehmen.de@dowjones.com DJG/ncs/jhe

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