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13.07.2007

Freiberufler: Auftraggeber warten ab

Im zweiten Quartal 2007 stabilisiert sich der Geco-Freiberufler-Index. Die Stundensätze ändern sich kaum.
Die fünf Kriterien Beraterstundensätze, Technikerstundensätze, Projektlaufzeiten, Projektindex und Projektanfrage bilden den Geco-Freiberufler-Index.
Die fünf Kriterien Beraterstundensätze, Technikerstundensätze, Projektlaufzeiten, Projektindex und Projektanfrage bilden den Geco-Freiberufler-Index.

Dabei verbesserten sich vier von fünf Einzelwerten geringfügig und zwar die Berater- und Technikerstundensätze sowie die Projektzeiten und -anfragen. Lediglich der Projektindex, der das Verhältnis zwischen Anfragen und realen Projekten ausdrückt, blieb im Verlauf des zweiten Quartals mit einem Wert von 101 gegenüber 102 im vergleichbaren Quartal letzten Jahres nahezu unverändert.

Der Geco-Index Freiberufler ...

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ist ein wirtschaftlicher Indikator der deutschen IT-Branche für freiberufliche Mitarbeiter. Er wird quartalsweise von der Geco AG in Hamburg erhoben. Der Index vergleicht die einzelnen Quartale des aktuellen Geschäftsjahres mit den entsprechenden Zeiträumen der beiden vorangegangenen Jahre.

Die Basis der Berechnungen bildet das Geschäftsjahr 2003 (Basis = 100). Der Index setzt sich aus den fünf Werten Berater-, Technikerstundensatz, Projektlaufzeiten, Projektindex (gibt das Verhältnis von Projektanfragen zu realisierten Projekten an) und Projektanfragen zusammen. Die Werte des aktuellen Quartals sind hochgerechnet.

Der Index wird künftig kontinuierlich, jeweils rückblickend auf das letzte Quartal, veröffentlicht.

Als Personaldienstleister ist die Geco-Gruppe (www.geco-group.com) als nationaler und internationaler Projektanbieter tätig. Die Hamburger Dienstleister haben zusätzliche Niederlassungen in München und Singapur.

Hier wirke sich die Mehrwertsteuer-Erhöhung vom Anfang des Jahres aus, glaubt Geco-Vorstand Günter Hilger. Zwar habe die Steuererhöhung im B-to-B Markt kaum Einfluss, in Branchen wie dem Versicherungs- und Bankengewerbe jedoch schon, weil "hier vor allem Privatkunden bedient werden und somit Unsicherheit im Markt existiert". Weiterhin zeigten die stark gestiegenen Projektanfragen mit einem Einzelwert von 333 (Vorjahr 222) die Zuversicht. Nach wie vor steige dieser Wert jedoch dadurch, dass sich auf ein und dieselbe Ausschreibung viele Unternehmen bewerben.

Consulting-Stundensätze steigen dank SAP-Aufträgen

Zulegen konnten mit einem Einzelwert von 56 (Vorjahr 47) auch die Projektlaufzeiten. Damit gibt es hier erstmals im zweiten Quartal eines Jahres eine Trendwende, die jedoch vorwiegend von SAP- Projekten getragen wird. Bei den Techniker-Stundensätzen setzt sich die positive Tendenz mit einem Einzelwert von 104 fort (Vorjahr 96). So wurde wieder das Niveau von 2004 erreicht und die lange Talfahrt der vergangenen Jahre überwunden.

Die Consulting-Stundensätze stiegen mit einem Einzelwert von 96 im Vergleich zum ersten Quartal 2006 nur um einen Punkt. Betrachtet man diesen Wert ohne SAP-Consultants, so ergibt sich eine stagnierende bis leicht rückläufige Tendenz. "Das zeigt einmal mehr, dass der Druck in diesem Marktsegment nicht ganz so hoch ist wie oft dargestellt, und spiegelt darüber hinaus die leicht abwartende Haltung der Auftraggeber", lautet Hilgers Analyse. Um eine noch genauere Trennung zwischen dem Professional-Service- und dem SAP-Markt zu erreichen, hat Geco einen SAP-Index erarbeitet, den die computerwoche bald veröffentlichen wird.

Hilgers Fazit: Der starke Index zeige die Zuversicht im deutschen IT-Projektmarkt. Allerdings "ist der Himmel nicht ganz wolkenlos, eine gewisse Skepsis ist angebracht". Er gehe aber dieses Jahr von einem weiter steigenden Index aus. (hk)