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27.04.2006

Freiberufler backen noch kleine Brötchen

Dem Personaldienstleister Geco zufolge geht es für IT-Freiberufler noch nicht klar bergauf. Der Projektindex weist jedenfalls nach unten.
Die fünf Kriterien Beraterstundensätze, Technikerstundensätze, Projektlaufzeiten, Projektindex und Projektanfrage bilden den Geco-Freiberufler-Index.
Die fünf Kriterien Beraterstundensätze, Technikerstundensätze, Projektlaufzeiten, Projektindex und Projektanfrage bilden den Geco-Freiberufler-Index.

Es gibt aber auch gute Nachrichten: Die Technikerstundensätze und vor allem die Projektanfragen legten deutlich zu. Der Geco-Index zeichnet also ein uneinheitliches Bild. Bei den negativen Werten fällt besonders der Projektindex auf, der deutlich abnahm. Er drückt das Verhältnis von Anfragen zu konkreten Projekten aus und spiegelt in der Regel die Investitionsbereitschaft der Wirtschaft wider. Dieser Index ging von 120 auf 105 zurück. Die Basis der Berechnungen bildet das Geschäftsjahr 2003 (Basis = 100). Im Frühjahr ist dieser Wert mit einer gewissen Skepsis zu betrachten, weil in diesen Monaten die IT- Jahresbudgets vergeben werden und sich viele IT-Dienstleister noch in der Angebotsphase befinden, so Geco-Vorstand Günther Hilger.

Der Geco-Index Freiberufler …

… ist ein wirtschaftlicher Indikator der deutschen IT-Branche für freiberufliche Mitarbeiter. Er wird quartalsweise von der Geco AG in Hamburg erhoben. Der Index vergleicht die einzelnen Quartale des aktuellen Geschäftsjahres mit den vergleichbaren Zeiträumen der beiden vorangegangenen Jahre.

Die Basis der Berechnungen bildet das Geschäftsjahr 2003 (Basis = 100). Der Index setzt sich aus den fünf Werten Berater-, Technikerstundensatz, Projektlaufzeiten, Projektindex (gibt das Verhältnis von Projektanfragen zu realisierten Projekten an) und Projektanfragen zusammen.

Der Index wird künftig kontinuierlich, jeweils rückblickend auf das letzte Quartal, veröffentlicht. Als Personaldienstleister ist die Geco-Gruppe (www.geco-group.com) als nationaler und internationaler Projektanbieter tätig. Die Hamburger haben zusätzliche Niederlassungen in München und in Singapur.

Zulegen konnten vor allem die Projektanfragen - ihr Index stieg von 160 im Vorjahr auf voraussichtlich 168 im laufenden zweiten Quartal. Allerdings müsse laut dem Geco-Chef dieser Wert mit einer gewissen Vorsicht interpretiert werden, weil in der Phase der Budget- oder Projektvergabe viele Dienstleister für identische Vorhaben parallel anbieten und dazu auch anfragen.

"Gleichzeitig ist jedoch zu beobachten, dass IT-Unternehmen in letzter Zeit vermehrt nach Kandidaten zur Übernahme in eine Festeinstellung fragen, was auf eine optimistischere Markteinschätzung schließen lässt", so Hilger. Erfreulich sei der leicht gestiegene Wert der Technikerstundensätze von 94 auf 95, hier ist die Talsohle offensichtlich durchschritten. Im Gegensatz dazu blieben aber die Consulting-Stundensätze weiterhin unter Druck. In der Regel änderten sie sich erst nach den Technikerstundensätzen. Hilger merkt an, dass die Projektlaufzeiten ein unmittelbarer Indikator der Stimmung der Projektanbieter seien: "Ist die Stimmung im Markt negativ, werden kurze Laufzeiten abgeschlossen, die bis zum Ende eines Projektes immer wieder verlängert werden." Sei die Stimmung hingegen positiv, würden die Laufzeiten von vornherein länger vereinbart. Die Projektsicherheit trete dann an die Stelle der Flexibilität. (hk)