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21.05.2013 - 

Der CP-Querschläger

Freie Fahrt für freie Bürger

ist seit vielen Jahren ein fester Bestandteil von ChannelPartner. Regelmäßig berichtet unser Autor über das, was einem kleinen Reseller in der großen ITK-Landschaft widerfährt. Manchmal überspitzt, aber immer auf den Punkt gebracht. Der Querschläger lebt und arbeitet als Fachhändler in Rheinland-Pfalz.
Stichwort DSL-Drosselung der Deutschen Telekom: So wenig wie es eine Wasser-Flat, eine TV-Flat oder eine Strom-Flat ohne Aufpreis geben wird, so wenig ist auch eine Daten-Flat auf Dauer realistisch. Sagt der Querschläger.

Über die geplanten DSL-Drosselung der Deutschen Telekom (--> wir berichteten) hat sich auch unser "schreibender Fachhändler", der CP-Querschläger, seine Gedanken gemacht.
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"Bahnverkehr, Stromleitungen und Postabdeckung machen deutlich, was wir zukünftig zu erwarten haben: Eine Daten-Flat ist auf Dauer nicht realistisch."
"Bahnverkehr, Stromleitungen und Postabdeckung machen deutlich, was wir zukünftig zu erwarten haben: Eine Daten-Flat ist auf Dauer nicht realistisch."

So sind sie halt, die privatisierten Staatsbetriebe – mit nichts zufrieden. In den jungen Jahren der Bundesrepublik und gut 40 Jahre danach garantierte der ehemalige Postbetrieb, der heute Deutsche Telekom heißt, nicht nur die Grundversorgung, sondern dank Steuergeldern auch sichere Arbeitsplätze.

Das sieht bei den kapitalorientierten Nachfolgern anders aus. Kosten sparen heißt auch hier: vor allem bei den anderen! Der Führungsetage und dem mittleren Management geht es jedenfalls blendend. Die Differenz zu den Häuptlingskosten müssen die Indianer und die verbliebenen Kunden aufbringen. Jene Kunden, die aus Treue oder Sicherheitsdenken auf die Telekom als Provider bauen. Obwohl die Telekom in den Augen ihrer Kunden nur noch ein aufgeblähter, sich selbst schützender Wasserkopf ist, der eine Herde unmotivierter und wenig ausgebildeter Angestellter vor sich hertreibt.

Die jüngste Diskussion um die Deckelung der Datenmenge (siehe unsere Umfrage) ist allerdings eine scheinheilige Diskussion. Welcher Provider lässt das Datenvolumen ohne Aufschlag unbegrenzt? Die Gewinner der Privatisierung, die mit geringsten Investitionen und minimalem Service die Massenware Internet in kleinen Portionen weiterverkaufen, wecken die Erwartung des Billigzugangs.

Und werden ihre Bedingungen nicht erfüllt, schreien sie nach der Bundesnetzagentur, also nach dem Wirtschaftsministerium, genauer gesagt nach der Regierung. Die erfüllt den 1998 gesetzlich verankerten Auftrag der Lobbyisten wunschgemäß und sorgt damit wissentlich oder gar willentlich für noch schlechtere Qualität.

Bahnverkehr, Stromleitungen und Postabdeckung machen deutlich, was wir künftig zu erwarten haben: So wenig wie es eine Wasser-Flat, eine TV-Flat oder eine Strom-Flat ohne Aufpreis geben wird, so wenig ist auch eine Daten-Flat auf Dauer realistisch.

Ob diese Aktion allerdings zum jetzigen Zeitpunkt eine strategische Meisterleistung war, ist zweifelhaft. Wie soll nun ein Preisunterschied zur Konkurrenz erklärt werden? Wir Kunden tippen da eher auf Profitgier.

Mein Fazit: Die Vorteile der Privatisierung, gerade auch bei der Telekom, sind schnell erklärt: Profit für wenige auf Kosten der Allgemeinheit. Bahn, Post, Telekom, Strom, Gas - demnächst kommt das Wasser!

Bis demnächst, Euer Querschläger!
(Der ChannelPartner-Autor "Querschläger" ist ein Fachhändler aus Rheinland-Pfalz.)

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