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Freies CMS verfolgt neuen Client-Ansatz

27.10.2004
Content-Management-System "Daisy" mit alternativem Frontend.

Daisy (http://new.cocoondev.org/daisy) ist ein weiteres Beispiel dafür, wie Komponenten aus dem Apache-Baukasten die Entwicklung komplexer Software beschleunigen können. Das betrifft nicht nur die häufig genutzten Java-Bibliotheken, sondern im Fall des freien Content-Management-Systems (CMS) das XML-Framework "Cocoon", die Suchmaschine "Lucene" und "FOP" zur PDF-Konvertierung.

Cocoon bildet die Basis für die Client-Software namens "Daisywiki". Die Entwickler bemühten die Analogie mit Wikis, weil das Frontend eine Mischung aus Browser- und Editor-Umgebung repräsentiert. Es bietet zudem eine Übersichtsseite für die Versionen eines Dokuments, die auch Unterschiede ("diffs") zwischen den verschiedenen Varianten anzeigen kann.

Wysiwyg-Editor im Browser

Die Entwickler der Software weisen allerdings auch auf einige wesentliche Unterschiede gegenüber gängigen Wikis hin. So müssen sich Autoren nicht der typischen Wiki-Syntax bedienen, um Texte zu formatieren oder Hyperlinks zu setzen. Vielmehr enthält Daisywiki einen Wysiwyg-Editor, der innerhalb der Browser "Internet Explorer" oder "Mozilla" läuft. Er unterstützt nur die am häufigsten genutzten HTML-Elemente und speichert Dokumente im XHTML-Format ab. Um die Teamarbeit zu ermöglichen, sperrt das System jene Texte, die zum Schreiben geöffnet wurden.

Der Daisy-Client profitiert zudem von den Funktionen, die das Repository anbietet. Dazu zählt die Möglichkeit, Abfragen in einer SQL-artigen Sprache einzugeben. Sie können auch eine Volltextsuche enthalten, die von der integrierten Lucene-Suchmaschine bearbeitet wird. Neben diversen offenen Formaten indiziert sie auch jenes von "Microsoft Word". Das Backend betrachtet alle Dokumente als zusammengesetzte Einheiten, deren Teile von unterschiedlichem Mime-Type sein dürfen. So könnte es aus XML-Anteilen, Bildern und PDF-Seiten aufgebaut sein. Jede Komponente wird vom System separat versioniert. Dokumente lassen sich ihrerseits zu Sammlungen zusammenfassen, die über einen Suchausdruck in der Daisy-Abfragesprache ausgewählt werden können. Das Repository lässt sich nicht nur über den mitgelieferten Client ansprechen, sondern auch über Java-Schnittstellen und XML über HTTP.

Das CMS regelt den Zugriff auf solche Dokumentenkollektionen über vordefinierte Rollen, denen für bestimmte Dokumentengruppen Rechte zugeteilt werden können. Daisy ist in Java geschrieben und unterliegt der Apache-Lizenz 2.0. (ws)