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26.03.1999 - 

Freigabe der Data Center Edition

Freigabe der Data Center Edition SCO positioniert Unixware für das Rechenzentrum

HANNOVER (CW) - Mit der steigenden Rechenleistung von Intel-Prozessoren und der bevorstehenden Fertigstellung der "IA-64"-CPU ("Merced") wird laut SCO Standardhardware verstärkt in die Rechenzentren einziehen. Die kalifornische Company möchte mit der "Unixware 7.1 Data Center Edi- tion" das dazu passende Betriebssystem anbieten.

In Abgrenzung von den meisten anderen Unix-Anbietern produziert Santa Cruz Operation (SCO) keine eigene Hardware, sondern entwickelt sein OS für Intel-Rechner. Auf dieser Plattform reklamiert der Hersteller die Marktführerschaft für sich, wobei er Linux nicht berücksichtigt. Die im Vergleich zu Workstations geringere Leistungsfähigkeit von PCs beschränkte die Systeme "Open Server" und Unixware in der Vergangenheit auf den Einsatz in Abteilungs-Servern. Nun sieht SCO die Zeit gekommen, mit dem Einzug der Standardhardware den Sprung in die Rechenzentren großer Unternehmen zu wagen. Die Voraussetzung dafür schaffen neben der stark gestiegenen Rechenleistung von Intel-Prozessoren die Enterprise-Features des hauseigenen Betriebssystems.

Die auf der CeBIT angekündigte Data Center Edition von Unixware 7.1 erweitert das bisherige Flaggschiff "Enterprise Edition". Im Unterschied zu letzterer unterstützt sie in SMP-Systemen acht statt vier Prozessoren, kann 64 GB Speicher adressieren (statt 16) und Cluster aus bis zu sechs Rechnern bilden. Der Hersteller reklamiert, daß Server unter dem PC-Unix durchschnittlich erst nach 10000 Betriebsstunden wegen Softwareproblemen ausfallen. Die Verwaltung des OS kann vollständig über grafische Werkzeuge erfolgen, die innerhalb eines Web-Browsers ablaufen ("Webtop"). Die Aufzeichnung von Systemereignissen erfolgt zentral über eine relationale Datenbank. Eine 150-Benutzer-Lizenz soll rund 10000 Dollar kosten.

Den Einzug in die Rechenzentren will SCO mit Partnern schaffen. Neben der Ende letzten Jahres bekanntgegebenen Kooperation mit IBM (siehe CW 44/98, Seite 1) setzt der kalifornische Anbieter auf die Unterstützung von Hardwarefirmen. Außer traditionell engen Microsoft-Verbündeten wie Compaq zählen dazu auch solche Hersteller wie Sequent und Unisys, die bisher eigene Unix-Derivate entwickelten.