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10.11.1989 - 

Rekordverdächtig im Sammeln von "Ex"-Titeln

Fremdwartungs-Unit verkauft: Control Data speckt weiter ab

MINNEAPOLIS (CW) - Der Cash-and-Markt der Control Data Corporation (CDC) hat wieder geöffnet: Im fünften Ausverkauf dieses Jahres entledigt sich der ehemalige Jumbo-Hersteller, Ex-Fortbilder und frühere Disk-Anbieter jetzt des größten Teils seiner Servi-Abteilung. Die Bell-Atlantic-Tochter Sorbus wird sich die Wartungseinrichtungen von CDC samt Kundenbasis einverleiben.

Der Deal erstreckt sich auf die herstellerunabhängige Wartung von DEC- und IBM-kompatiblen Systemen, gab Bell Atlantic bekannt. Um die Installationen der Cyber-Serie, die vor kurzem noch um zwei Großrechner aufgestockt wurde, will sich Control Data auch in Zukunft selbst kümmern.

CDC, so Chairman Robert Price nach dem Verkauf der Superrechner-Division ETA im April, solle zum Systemhaus umgebaut werden. Jetzt fliegen die Services von der Baustelle, weil Wartungsaktivitäten nicht in die Strategie der Spezialisierung auf Problemlösungen passen, wie President Perlman diagnostiziett. Zudem sei der Markt von scharfem Wettbewerb und Konsolidierung geprägt, so daß die Übernahme der CDC-Services durch die Spezialistin Sorbus im beiderseitigen Interesse liege.

Sorbus gehört zur Bell Atlantic Customer Services (BACS), die wiederum eine Tochter der Bell Adantic Corporation ist. Sorbus-Chairman und BACS-President Thomas Vassiliades erhofft sich aus dem Einkauf bei Control Data zusätzliches Know-how für das Workstation-Geschäft und den Mainframe-Bereich.

Darüber hinaus könne seine Gesellschaft ihre regionale Präsenz ausbauen und damit dem Trend zur Dezentralisierung von EDV-Systemen Rechnung tragen.

Bevor der Services-Verkauf bekannt wurde, hatte CDC-Chairman Price in einem Interview Kooperationen mit anderen Unternehmen als probaten Weg zurück zum Wachstum bezeichnet und betont, die Restrukturierung seines Unternehmens sei abgeschlossen.

Gleichzeitig war er Vermutungen entgegengetreten, Control Data müsse sich aus Liquiditätserfordernissen von weiteren Unternehmensbereichen trennen. Man sei inzwischen finanziell soweit gesundet, daß eine weitere Restrukturierung nur von unternehmensstrategischen Überlegungen abhänge.

Wie das Wall Street Journal berichtet, überlege man in Minneapolis, bei der momentan guten Liquidität von CDC nachrangige Schuldverschreibungen in Höhe von 172,5 Millionen Dollar abzulösen. Ein Angebot zum Rückkauf von vorrangigen Schuldverschreibungen über 154,2 Millionen Dollar zu 12,75 Prozent hatte CDC bereits gemacht.