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23.11.2006

Fritz Box oder Telefon?

AVM hat die Fritz Box geschrumpft: Das "Fritz Fon 7150" sieht aus wie ein normales DECT-Telefon, hat es aber in sich.

Von Thomas Hafen

Das "Fritz Fon 7150" von AVM sieht aus wie ein nor-males schnurloses Telefon, ist aber eine echte Fritz Box mit DSL-Modem, WLAN-Router, DECT-Telefon und VoIP-Telefonanlage.

Das Gerät wird am DSL- und optional auch am Festnetzanschluss (ISDN oder analog) betrieben. Es unterstützt DSL-Bandbreiten bis ADSL 2+, ist also für praktisch alle Geschwindigkeitsanforderungen im Privatbereich gerüstet. Computer erhalten Anschluss über einen 10/100-Base-T-Ethernet-Port oder über Wireless LAN. Die Funkverbindungen zum PC sind nach den Standards 802.11b und 802.11g möglich, was maximal 54 Mbit/s entspricht. Mit 802.11g++-kompatiblen Gegenstellen sollen sogar Bruttogeschwindigkeiten von 125 Mbit/s erreichbar sein.

Das drahtlose Netz ist ab Werk per WPA-Verschlüsselung und individuellem Kennwort abgesichert. Alternativ kann der Anwender sein drahtloses Netz auch mit WPA2 oder WEP schützen. Mit einem "Stick & Surf"-USB-WLAN-Stick von AVM kombiniert, erfolgt der sichere Verbindungsaufbau zwischen Basisstation und Computer vollautomatisch. Die WLAN-Funktion lässt sich außerdem per Tastendruck direkt an der Basisstation ein- und ausschalten. Das Gerät verfügt über einen USB-1.1-Host-Anschluss, über den sich per optionalem Hub maximal drei Massenspeichergeräte (externe Festplatte oder USB-Stick) oder zwei Speichersysteme und ein Drucker anschließen lassen.

Die angeschlossenen Geräte können für das interne Netz (LAN und WLAN), aber auch für eine Nutzung über das Internet freigegeben werden. Der interne Zugriff erfolgt entweder per FTP oder über die Browser-basierte Benutzeroberfläche des Fritz Fons. Wer über das Internet zugreifen will, muss per DynDNS eine IP-Adresse einrichten.

Das DECT-Handteil bietet ein Farbdisplay mit grafischer Darstellung. Mit einer Akkuladung sind eine maximale Gesprächszeit von 17 Stunden und bis zu fünf Tage Standby möglich. Der in der Basisstation integrierte digitale Anrufbeantworter hat eine Aufzeichnungskapazität von maximal 30 Minuten. Das integrierte Telefonbuch kann 200 Einträge speichern. Über das bei DECT eingesetzte GAP-Profil lassen sich bis zu fünf weitere Handgeräte anmelden.

TK-Anlagenfunktionen wie Halten/Makeln, Rufumleitung oder Dreierkonferenz stehen sowohl für die Festnetz- als auch für die IP-Telefonie zur Verfügung. Das Gerät ist SIP-kompatibel (RFC 3261) und wählt automatisch den geeigneten Codec. Zur Auswahl stehen G.711, G.726-32, G.726-40 und G.726-24.

Die Bedienung des Fritz Fons kann unter anderem über die von der Fritz Box bekannte Web-Benutzeroberfläche erfolgen. Per Browser lassen sich so Anrufbeantworter und Telefon einrichten, Telefonbucheinträge pflegen und an das Telefon übertragen, die WLAN- Konfiguration bearbeiten sowie Wahlregeln für die Nutzung von Festnetz und Internettelefonie festlegen. Dabei sind individuelle Regeln für einzelne Anrufer möglich. So lassen sich beispielsweise ungebetene Anrufer auf den Anrufbeantworter umleiten oder Freunde auf das Handy weiterverbinden. Auch die Zugriffsoptionen für USB-Massenspeicher lassen sich per Web-Oberfläche definieren.

Anwender mit einem volumenbegrenzten DSL-Zugang können außerdem die im Abrechnungszeitraum bereits übertragene Datenmenge registrieren und sich bei Budgetüberschreitung alarmieren lassen. Ein Expertenmodus erlaubt erfahrenen Nutzern außerdem das Feintuning aller Einstellungen.

Das Fritz Fon 7150 ist ab sofort bei Freenet und ab Januar 2007 auch im Handel erhältlich. Die unverbindliche Preisempfehlung beträgt 249 Euro.