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Dynamische Entwicklung bei Netzwerkdiensten

Frost & Sullivan: Der Markt für Datenkommunikation boomt

11.10.1991

LONDON/FRANKFURT (pi) - Die europäische Industrie für Datenkommunikation zielt derzeit auf die Einführung neuer Techniken und eine dynamische Marktentwicklung bei Netzwerkdiensten. Dies führt laut einer jüngst von Frost & Sullivan veröffentlichten Studie dazu, daß das Volumen der Auslieferungen von 2904 Millionen im Jahre 1991 bis 1995 auf 6287 Millionen Dollar anwachsen wird.

Als Ursache für die beeindruckende Wachstumsrate macht die neue Untersuchung mit dem Originaltitel "A European Strategic Report on Data Communications Equipment. Report E1477." insbesondere den Boom in den Bereichen "private Netze" und "lSDN-Anschlußgeräte" aus. So würde sich der Markt für private Netze 1992 fast vervierfachen und bis zum Jahresende 1995 einen Wert von 289 Millionen Dollar erreichen .

Als größten und wichtigsten Bereich nennt Frost & Sullivan den LAN-Markt (einschließlich Produkten für Netzwerkbrücken) mit einem geschätzten Volumen von 2484 Millionen Dollar bis zum Ende der Berichtsperiode und damit einem Anteil von 40 Prozent an den Auslieferungen. Zu den weiteren Bereichen zählt der Modem Markt.

Die Studie kommt zu dem Ergebnis, daß trotz der weitverbreiteten Digitalisierung in Nordeuropa Modems in ihrer Bedeutung für den Netzwerkzugang unverändert wichtig bleiben. Ihr Anteil werde weiter steigen und bis 1995 ein Volumen von 1814 Millionen Dollar erreichen .

In ihrem Bericht, der zum Preis von 3800 Dollar zu beziehen ist, weist die Marktforschungsgesellschaft mit Sitzen in London und Frankfurt jedoch nicht nur auf die Wachstumsraten in den verschiedenen Sektoren der Datenkommunikation hin, sondern geht auch auf die durch die Vielzahl neuentwickelter Netzwerktechniken entstehenden Probleme ein.

Es sei damit zu rechnen, daß führende Gerätehersteller ihre Aufwendungen für Forschung und Entwicklung steigern müßten, um mit der technologischen Entwicklung Schritt zu halten. "Die Anbieter", so warnt Frost & Sullivan, "werden sich einer wachsenden Konkurrenz von Mitbewerbern gegenüber sehen, die sich alle darum bemühen, Großunternehmen eine ganze Palette von Netzwerkdiensten, einschließlich der Verbindung von LANs untereinander, anzubieten."

Da man von einer hohen Benutzerakzeptanz im Hinblick auf Netzwerkprodukte und Dienstleistungen ausgehen könne, müßten die Hersteller die Rentabilität ihrer Investitionen noch realistischer prüfen.

Die Nachfrage der Anwender werde mehr und mehr von dem Gesichtspunkt einer strategischen Investition geprägt. Die User betrachteten - so die Ergebnisse von Frost & Sullivan - das Netzwerk mehr als Investitionsgut und nicht so sehr als Kostenfaktor.

Ein Markt für dynamische Netzwerkdienste entwickelt sich laut Frost & Sullivan nach dem Ende der Doppelherrschaft British Telecom und Mercury zuerst in Großbritannien, dann aber auch in Schweden, den Niederlanden und in Deutschland. Hersteller, die mit einem diversifizierten Angebot in diesem Bereich aufwarten wollen, müssen mit gewaltigen Anfangsinvestitionen rechnen, heißt es in diesem Zusammenhang weiter.

Die meisten der in diesem Bericht untersuchten Länder haben - nach anfänglich geteilter Meinung - zur Einführung von ISDN eine positive Haltung bezogen. Eine Spitzenposition nehmen in diesem Bereich Frankreich und Deutschland ein. In anderen Staaten hätten jedoch Verzögerungen bei der Diensteeinführung und die erforderliche lange Phase zur Erreichung einer kritischen Masse die Anbieter von der Produktentwicklung abgehalten.