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16.07.2004 - 

Marathons Produkt setzt auf Standardhardware auf

FTvirtual Server sichert Windows-Server kostengünstig ab

MÜNCHEN (CW) - Wer Applikationen sicher und hochverfügbar betreiben will, hat die Wahl zwischen Failover- und fehlertoleranten Architekturen. Beide haben ihre Nachteile. Die jeweiligen Vorteile soll jetzt der "FTvirtual Server" der Firma Marathon verbinden.

Eine typische Failover-Konstellation besteht vereinfacht dargestellt aus einem aktiven Server, auf dem die Applikationen laufen, einem dazu redundant gehaltenen inaktiven Server sowie einem von beiden gemeinsam genutzten Plattensystem. Die Nachteile liegen auf der Hand: Während des Failover-Ereignisses, wenn also aufgrund einer Störung vom aktiven auf den passiven Server umgeschaltet wird, steht der Betrieb still, schlimmstenfalls gehen aktuell verarbeitete Daten verloren.

Hersteller von fehlertoleranten Systemen werben dagegen mit einer Verfügbarkeit von knapp 100 Prozent. Die Lösungen arbeiten mit zwei redundanten Servern und Speichern, wobei sämtliche Operationen auf beiden Rechnern simultan erfolgen. Die Maschinen sind vollständig synchronisiert und stellen sich dem Administrator wie ein einziges System dar. Fällt ein Server aus, läuft der andere weiter, für den Benutzer ergibt sich keine Unterbrechung. Der Nachteil hier: Bei den hochverfügbaren fehlertoleranten Lösungen handelt es sich in der Regel um teure, proprietäre Angebote, die den Anwender auf einen Hersteller fixieren und von dessen Hardware und Treiberentwicklung abhängig machen. Auch die Bestückung der Systeme mit aktueller CPU-Technik ist nicht gewährleistet.

Zwei Systeme - ein Windows-Host

Die US-Firma Marathon, in Deutschland von der Kölner Itauris GmbH vertreten, geht hier einen anderen Weg. FTvirtual Server soll die vergleichsweise günstigen Kosten von Failover mit den Leistungsmerkmalen der Fehlertoleranz kombinieren. Es handelt sich um eine reine Softwarelösung, die über 99,999 Prozent Verfügbarkeit, Fehlertoleranz und einen kompletten Schutz vor Stillstand (Disaster Protection) verspricht. Der Einsatzbereich erstreckt sich dabei von Servern der Einstiegsklasse bis hin zu Midrange-Systemen. Das für den Preis entscheidende Argument ist, dass die Sicherungslösung in Standard-Wintel-Umgebungen läuft. Erforderlich sind zwei Intel-Server, die über eine doppelte Gigabit-Ethernet-Verbindung gekoppelt sind. Die Software emuliert einen virtuellen Windows-Server, der als Gast-Betriebssystem auf den beiden physischen Rechnern läuft. Dem Administrator stellt sich FTvirtual Server wie ein Windows-Host dar, über den er Applikationen installiert und konfiguriert.

Im Fall von Problemen eines Servers laufen die im virtuellen Server betriebenen Applikationen ohne Verlust von Transaktionen, Daten oder Netzanbindung auf dem anderen Rechner weiter. Die physikalisch auf getrennten Platten vorgehaltenen Daten sind immer auf gleichem Stand, die Nutzung teurer externer Storage-Systeme ist nicht erforderlich. Hardware- und Netzkomponenten werden vom Programm kontinuierlich überwacht. Die von Itaurus auch als Out-of-the-Box-Lösung für Fehler- und Desastertoleranz bezeichnete Software ist für Windows 2000/2003 Server und Advanced Server verfügbar. Der Preis inklusive Hardware, Software und Basisinstallation beginnt bei 20 000 Euro. (ue)