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Zuwachsförderungsprogramm erhält gute Noten vom DIW:


25.03.1988 - 

FuE-Beschäftigtenzahl wurde aufgestockt

BERLIN (ih) - Die aus Mitteln des Bundeswissenschaftsministeriums finanzierte "Forschungspersonal-Zuwachsförderung" hat die Erwartungen erfüllt. Diese Bilanz zog das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin. Die Zuwachsförderung erhielten Unternehmen, die in der Zeit von September 1984 bis Dezember 1987 zusätzliches Personal für Forschungs- und Entwicklungsaufgaben einstellten.

Allein im Jahr 1986 haben die zuwachsgeförderten Firmen, in denen 40 000 Arbeitnehmer mit FuE-Aufgaben betraut waren, ihre Beschäftigtenzahl in diesem Bereich um mehr als 7000 aufgestockt, stellte das DIW in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Systemtechnik und Innovationsforschung (ISI) fest. Vom zusätzlich eingestellten hochqualifizierten FuE-Personal waren ein Drittel Ingenieure des Maschinen- und Fahrzeugbaus, 27 Prozent Elektroingenieure und 17,5 Prozent Ingenieure anderer Fachrichtungen. Eine weitere Gruppe stellten die Chemiker und Physiker mit fünf und drei Prozent. Die Einstellungen hingen häufig mit unternehmensstrategischen Entscheidungen zusammen. Bei jedem vierten Betrieb verfügten die neuen Mitarbeiter über vorher im Unternehmen nicht vorhandenes Know-how.

Mit der Unternehmensgröße steigt die Nachfrage

Die Analyse nach der Qualifikation des neu eingestellten FuE-Personals zeigt, daß mit der Unternehmensgröße auch die Nachfrage nach theoretisch ausgebildetem Personal zunimmt. Von den im Rahmen der Zuwachsförderung 1986 eingestellter Mitarbeitern verfügten in Unternehmen mit der untersten Beschäftigtengrößenklasse 22 Prozent über eine akademische Ausbildung. Bei Firmen mit mehr als 500 Arbeitnehmern stieg der Prozentsatz auf 44.

Auf die Frage nach den Gründen für die in den drei Jahren vorgenommene FuE-Kapazitätsausweitung durch Neueinstellungen gaben 56 Prozent der Unternehmen eine "allgemeine Ausweitung der FuE-Kapa-

zität", 41 Prozent den "Einstieg in ein neues Technologiegebiet" und 29 Prozent den "Ausbau eines Technologiegebietes" als Antwort.

Das Zuwachsförderungsprogramm erreichte eher die technologieorientierten Unternehmen, die eine hohe Wachstumsdynamik aufweisen. Schwierigkeiten bei Stellenbesetzungen gab es vorwiegend, wenn erfahrene Techniker oder praxisorientierte Ingenieure gesucht wurden. Sie waren auf dem Arbeitsmarkt nicht verfügbar, so daß der betrieblichen Aus- und Weiterbildung eine besondere Rolle zukam. In der größten Gruppe der geförderten Betriebe arbeiteten weniger als 20 Beschäftigte.

An der Verteilung der Fördermittel partizipierten indes vor allem die Unternehmen von 200 bis 400 Beschäftigte. Daraus wird nach Meinung der Marktanalysten deutlich, daß mit der Größe auch die Möglichkeit zunehme, FuE-Personalaufstockungen in größerem Umfang vorzunehmen. In Anspruch genommen wurde die Zuwachsförderung hauptsächlich von Investitionsgüterherstellern.