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05.11.1999 - 

Amazon.com weist fast 200 Millionen Dollar Verlust aus

Führenden E-Commerce-Firmen geht es besser als erwartet

MÜNCHEN (CW) - Die Internet-Firmen Ebay, Barnesandnoble.com und Amazon.com veröffentlichten ihre Quartalszahlen. Alle übertrafen die Vorhersagen der Börsenanalysten.

Auf 356 Millionen Dollar steigerte Amazon.com seinen Quartalsumsatz; im Vorjahreszeitraum hatte dieser noch bei 154 Millionen Dollar gelegen. Allerdings rutschte die Company dabei noch tiefer in die roten Zahlen und setzte damit ihre Strategie fort, hohe Verluste in Kauf zu nehmen, um den Markt zu erobern. Hatte sich der Fehlbetrag zur gleichen Zeit im letzten Jahr noch auf 24 Millionen Dollar belaufen, so stieg er im dritten Quartal dieses Jahres auf 86 Millionen Dollar oder 26 Cent pro Aktie, wobei einige Kosten, darunter die für Übernahmen, noch nicht berücksichtigt sind. Die Börsenanalysten hatten mit 28 Cent Verlust pro Anteilschein gerechnet. Unter Hinzunahme der Aufwendungen für Akquisitionen und andere Investitionen in Höhe von 111 Millionen Dollar steht unterm Strich ein Verlust von 197 Millionen Dollar auf der Quartalsbilanz des Branchenprimus.

13 Millionen Kunden

Steigern konnte Amazon.com auch die Anzahl seiner Kunden: Mittlerweile haben sich 13,1 Millionen Surfer registriert, und offenbar bleiben die Käufer dem Web-Shop treu: 72 Prozent der Bestellungen wurden von Besuchern ausgelöst, die bereits zuvor bei Amazon.com gekauft hatten.

Zwar liegt der Umsatz des Online-Auktionshauses Ebay mit 58,5 Millionen Dollar weit unter dem von Amazon.com, doch konnte das Unternehmen einen Gewinn von 1,4 Millionen Dollar ausweisen. Auch Ebay übertraf damit die Erwartungen einiger Wallstreet-Analysten. Im Vorjahr hatte der Anbieter das dritte Quartal mit Einnahmen von 21,7 Millionen Dollar und einem Überschuß von 461000 Dollar abgeschlossen.

Vor der Konkurrenz fürchtet sich Ebay nicht: Laut Firmenchefin Margaret Whitman werden bei Ebay täglich Waren im Wert von acht Millionen Dollar versteigert, das sei 15mal soviel, wie der nächstgrößte Mitbewerber vorweisen könne. Doch noch immer hat das Unternehmen Probleme mit der Instabilität seiner Website. Demnächst solle deshalb ein Hot-Backup-System seinen Betrieb aufnehmen, das die Ausfallzeit bei einem Crash auf 30 oder weniger Minuten begrenzt. Allein für den Ausbau der Rechnerinfrastruktur investierte Ebay im dritten Quartal 8,8 Millionen Dollar. Ihre schlimmste Computerpanne erlebte die Internet-Company im Juni dieses Jahres, als die Ebay-Site für etwa 22 Stunden offline war.

Seit der Übernahme des Online-Aktionshauses Alando.de ist Ebay auch in Deutschland präsent. Zur Zeit sind bei Ebay.de rund 600000 Artikel gelistet, die US-Site bringt es auf rund drei Millionen. Anfangs kostete das Versteigern auf der hiesigen Website nichts, seit September erhebt Ebay.de jedoch eine Erfolgsgebühr zwischen 1,3 und drei Prozent.

Auch der Web-Shop Barnesandnoble.com, an dem die Bertelsmann AG beteiligt ist, beendete das dritte Quartal besser, als es Wallstreet-Experten der Firma zugetraut hatten. Der Verlust stieg zwar auf 21,9 Millionen Dollar oder 15 Cent pro Aktie und lag damit über dem Fehlbetrag des Vorjahreszeitraums von 18,6 Millionen Dollar. Analysten hatten jedoch ein Defizit von 23 Cent pro Börsenpapier erwartet. Der Umsatz verdreifachte sich von 15,6 auf 49,1 Millionen Dollar.