Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

Analysten befürchten Konsequenzen für ADCycle


21.02.1992 - 

Führender Repository-Entwickler verließ die IBM und geht zu Sun

MÜNCHEN (CW) - Einer der Väter des IBM-Repositories hat sein Kind samt Mother Blue im Stich gelassen: Wie die IDG-Schwenterpublikation "Computerworld" berichtet, räumt Steve Uhlir Ende Februar seinen Stuhl im IBM-Labor Santa Teresa, um eine Management-Position in der Software-Entwicklung der Sun Microsystems Inc. einzunehmen.

Den Unternehmenswechsel des Software-Entwicklungs-Managers werten amerikanische Industriebeobachter als ein Indiz dafür, daß bei der Entwicklung des "Repository Manager" einiges im argen liegt. Uhlir war als einer von insgesamt fünf "Repository Development Managers" maßgeblich an der Realisierung des Softwarewerkzeugs beteiligt, das die IBM 1989 als Dreh- und Angelpunkt ihres AD/Cycle-Konzepts angekündig hat. "Es ist bezeichnend, wenn eine Schlüsselfigur an einem für das Schicksal des Produkts kritischen Punkt aussteigen will, äußerte sich beispielsweise Paul Hessinger, Technischer Leiter der Softlab-Niederlasung in Atlanta, gegenüber der Computerworld. Uhlir habe gute Arbeit geleistet, und sein Weggang sei als Verlust für IBM zu werten.

Weniger tragisch nehmen die Anwender Uhlirs Kündigung IBM habe zwar einen "Star-Techniker" verloren, so einer der Befragten, aber ein Projekt hänge sicher nicht von einem einzige Mann ab. Die Kunden interessieren sich offenkundig mehr für die technischen Probleme des bislang nur an wenige Anwender ausgelieferten Produkts. User wie Analysten beklagt unter anderem das Fehlen einer Versions-Management-Funktion, die schlechte Performance aufgrund eines inadäquaten Meta-Modells, die mangelhafte Unterstützung des Client-Server-Modells sowie die Tatsache, daß nicht einmal die IBM selbst mit ihrem Anwendungs-Entwicklungs-System CSP das Repository unterstütze.

Einige frühe Anwender des Repository-Managers haben die Bänder bereits wieder zurückgeschickt. "Wir lehnen das Repository nicht ab", erläuterte Ira Morrow, als Vice-President für die technische Planung bei Lehman Brothers in New York zuständig. Wir werden es uns noch mal ansehen, wenn es fertig ist. Allerdings bezweifeln Branchenbeobachter, ob das Produkt Oberhaupt zur Serienreife entwickelt werden kann. Einige wollen wissen, daß die IBM derzeit ihr gesamtes Repository-Konzept überarbeite.