Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

21.04.2009

Fünf Baustellen für Oracle

• MySQL: Welches Interesse sollte Oracle haben, den Open-Source-Rivalen auf Dauer am Leben zu halten? Mit der Übernahme ergibt sich theoretisch die Möglichkeit, MySQL aus dem Weg zu räumen. Die Folgen dürften aber nicht so dramatisch sein. MySQL-Gründer Michael Widenius arbeitet an "MariaDB", einer Version auf Basis der transaktionalen StorageEngine Maria, die aus Anwendersicht kompatibel mit MySQL ist.

• Solaris/OpenSolaris: Was Oracle mit dem Unix-Betriebssystem vorhat, ist noch völlig unklar. Sicher ist aber, dass die Unix-Anwenderschaft seit Jahren schrumpft. Der Markt hat sich auf Linux als Microsoft-Alternative geeinigt. Oracle selbst handelt entsprechend: Das Unternehmen bietet ein Oracle Unbreakable Linux auf der Basis von Red Hat Enterprise Linux an und setzt intern auf Linux.

• Java: Oracle nutzt die Programmiersprache in seinen eigenen Produkten, aber wie wird der Softwarekonzern mit der Java Community umgehen – und umgekehrt? Oracle unterstützt das Entwicklungs-Framework Eclipse, was bedeutet das für Netbeans? Für Oracle wird es darauf ankommen, sehr schnell seine Pläne für Java öffentlich zu machen. Sonst ist das Risiko groß, dass sich die Entwickler abwenden.

• Sparc: Ob Oracles Kalkül aufgeht, dass sich Hardware und Software im Bundle besser verkaufen, wird sich zeigen. Die Frage ist aber, ob Oracle weiter Geld in die Sparc-Plattform pumpen oder dieses Geschäft dem langjährigen Partner Fujitsu überlassen wird. Noch unwahrscheinlicher ist, dass sich der Konzern mit der Produktion von Intel-Rechnern aufhalten wird, deren Herstellung sich nur bei ausreichenden Mengen lohnt.

• OpenOffice, VirtualBox etc: Was macht Oracle mit Open-Source-Programmen wie diesen? Bleibt die Unterstützung bestehen, auch wenn Oracle hiermit keine ordentlichen Gewinnmargen erzielen kann? Sun hat in der Open-Source-Szene immer einen guten Namen gehabt, weil Beiträge nicht nur um der Erträge, sondern auch der Sache willen geleistet wurden. Skeptiker meinen, diese Zeiten gingen nun zu Ende.