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16.04.2008

Fünf Erfolgsfaktoren für Existenzgründer

Alter, Geschlecht und Branchenerfahrung spielen eine Rolle.

Am Anfang steht die Gründung. Doch wie sieht es nach einigen Jahren aus? Welche Gründer können von ihrer Selbständigkeit leben, und warum haben sie sich behaupten können? Antworten auf diese Fragen liefert eine Umfrage von www.gruendungszuschuss.de unter 3295 Nutzern.

Eigene Idee schlägt Franchise-Konzept

Den größten Einfluss auf die Tragfähigkeit hatte die Geschäftsidee beziehungsweise Gründungsform. Wer ein Franchise-Konzept übernimmt, hat schlechtere Karten als Gründer, die sich auf ihre eigene Idee verlassen. So lagen die Chancen auf Tragfähigkeit bei Franchise-Gründungen um gut 26 Prozent niedriger als beim Durchschnitt der Gründer. Eine Erklärung könnte sein, dass Franchise-Gründungen mit größeren Investitionen und laufenden Kosten verbunden sind. Der Break-even wird später erzielt.

Je länger arbeitslos, umso schwieriger

Gründer, die fünf Monate oder länger arbeitslos waren, haben um mehr als 20 Prozent schlechtere Chancen, sich auf dem Markt behaupten zu können. Der Autor und Gründungsberater Andreas Lutz, der die Site www.gruendungszuschuss.de betreibt, erklärt dieses Ergebnis der Umfrage so: "Wer länger arbeitslos ist, ist nicht mehr so gut vernetzt und verliert den Zugang zu Insiderinformationen, den andere Gründer mitbringen. Zudem kann das Gefühl, nicht gebraucht zu werden, das Selbstbewusstsein untergraben."

Ältere Gründer brauchen mehr Geld

Je älter der Gründer, um so geringer die Wahrscheinlichkeit, dass er zum Zeitpunkt der Befragung bereits von der Selbständigkeit leben konnte. Bei der Generation 50+ war die Wahrscheinlichkeit der Tragfähigkeit gut 13 Prozent niedriger als beim Durchschnitt der Befragten. Laut Lutz heißt das aber nicht, dass ältere Gründer weniger verdienen als jüngere: "Das erzielte Einkommen reichte bei älteren Gründern seltener aus als bei jüngeren Selbständigen." Gründe dafür sind die im Laufe der Jahre mit dem Einkommen gestiegenen Lebensstandards sowie größere familiäre Verpflichtungen der älteren Gründer.

Männliche Gründer sind im Vorteil

Männliche Gründer, die rund zwei Drittel der Befragten ausmachten, hatten eine um fast 17 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit, von ihrer Selbständigkeit leben zu können, als der Durchschnitt der Gründer. Dass Frauen schlechter abschneiden, könnte laut Lutz daran liegen, dass Gründerinnen, die in einer Partnerschaft oder Familie leben, oft den größeren Teil der Haus- und Familienarbeit übernehmen müssen. Ihr Einkommen aus selbständiger Tätigkeit müsse dann im Gegenzug häufig nicht zur Deckung des Lebensunterhalts ausreichen, da hierfür der Partner die Hauptverantwortung trägt.

Brancheninsider haben die Nase vorn

Wer sich in der Branche selbständig macht, in der er Erfahrung und Kontakte hat, überlebt nicht nur länger, sondern kann auch schneller von seinem Gewinn leben. Die Chancen, dass eine Selbständigkeit tragfähig ist, stiegen um fast elf Prozent, wenn der Gründer nach eigener Einschätzung über Branchenerfahrung verfügte. Das war übrigens laut ihren Angaben bei etwa 70 Prozent der Befragten der Fall, weitere 17 Prozent hatten nebenberuflich oder privat Erfahrungen in der neuen Branche gesammelt.

Formale Bildung und Gründungen im Team beinflussen die Erfolgschancen dagegen wenig. (am)