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03.12.1976

Fünf Forderungen an den Software-Designer

MÜNCHEN - "Auf dem Beratungs- und Software-Markt ist eine Spezialisierung nach Branchen unumgänglich", postuliert Hanns Seldmayr, Geschäftsführer der "Sedlmayr & Partner Beratungsgesellschaft für EDV-Anwendung", München. Denn eine "seriöse Beratungsleistung" setze umfangreiche Investitionen voraus, die nur da wieder hereingeholt werden könnten, wenn es gelänge, in einer Branche mehreren Kunden gleiche oder zumindest ähnliche Lösungen zu verkaufen: "Dies gilt um so mehr, wenn die Unternehmensberatung auch Standard-Softwarepakete anbietet." Die Münchner haben sich zunächst einmal darauf spezialisiert, ausschließlich Herstelle Software für Klein- und Mittelbetribe zu ergänzen. Zweite freiwillige Selbstbeschränkung: Wenige bestimmte Branchen. Dazu Sedlmayr: "Zumindest die größeren Hersteller bieten auch branchenbezogene Software an. Für individuelle Forderungen bleibt hier jedoch zumeist wenig Raum, will der Kunde nicht hohe Kosten für Programm-Modifikationen in Kauf nehmen."

"Gedachte" Strukturen

Zwar gäbe es "Werkzeuge" spielsweise IBMs Modulares Anwendungs-System MAS oder Nixdorfs FIRM (Führungsdaten durch integriertes Rechnungswesen), die es ermöglichen, individuelle Kundenwünsche durch Auswahl von vorgefertigten Programm-Bausteinen zu berücksichtigen - damit seien jedoch längst nicht alle Softwareprobleme gelöst: "Diese Konzeptionen mußten zwangsläufig von einer ,gedachten' Struktur der Betriebsabläufe und eventuell der Mengengerüste ausgehen." Vor rund zwei Jahren konzipierten die Münchner Berater ein Branchenpaket für die Bekleidungsindustrie - es wird inzwischen mehrfach eingesetzt. Bei seiner Entscheidung für diesen Industriezweig haben - so Sedlmayr - Geschäftsbeziehungen zur Branche und vorhandenes Know-how eine Rolle gespielt. Beim Design der Programme waren unter der Forderung der "Mehrfachverwendbarkeit" dies die wicht sten Sollvorgaben: "Modifizierbarke und "Wartungsfreundlichkeit". Sedlmayr nennt dafür die folgenden fünf Kriterien:

- Weitgehende Parameter-Steuerung,

- Anwendung der Entscheidungstabellen-Technik für komplizierte

Strukturen,

- einheitliche Namensgebung für Felder, Tabellen, Dateien und Prozeduren,

- Modularisierung,

- Schaffung von normierten Schnittstellen zu anderen Programmen und die Definition der Schnittstellen außerhalb der Programme.