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03.11.1995

Fuenf Server-Modelle mit Pentium-Chips Data General tauscht Motorolas Prozessoren gegen Intels CPUs

MUENCHEN (CW) - Die Data General Corp. (DG) hat ihre ersten Server vorgestellt, die mit Intels CISC-Prozessoren rechnen. Damit hat sich DG von Motorolas RISC-Architektur der 88k-Familie verabschiedet.

Drei der fuenf neuen, mit bis zu acht Pentium-Chips arbeitenden SMP-Maschinen (SMP = Symmetrical Multiprocessing) haelt das Unternehmen fuer geeignet, auch unternehmensweite DV-Aufgaben zu loesen. Die beiden weiteren Maschinen erledigen demgegenueber nach den Worten von DGs Vice-President Dave Ellenberger Arbeiten auf Abteilungsebene.

Auf allen Maschinen laeuft eine neue, auf die Intel-Prozessoren portierte Version von DG/UX, Data Generals Unix-Implementation. Ausserdem kann DG Windows NT anbieten.

In der Schwergewichtsklasse faehrt DG das Modell "AV 5800" auf, einen Server im Industriegehaeuse (rack-mounted). Maximal werkeln acht Pentium-CPUs (133 Megahertz Taktrate) in dem System, das je nach Anzahl der CPUs in den USA zwischen 70000 und 160000 Dollar kosten wird. DG geht davon aus, das Modell ab kommendem Monat ausliefern zu koennen.

Auch die beiden ab sofort verfuegbaren Rechnerlinien "AV 4800" und "AV 4700" vermarktet DG als Server fuer die unternehmensweite DV. Sie lassen sich mit bis zu vier Pentium-Chips (133 Megahertz) ausruesten. Das Modell 4700 kostet etwa 20000 Dollar, der 4800- Server zirka 33000 Dollar. Der niedrigere Preis resultiert aus den geringeren Speicherausbauoptionen.

Alle drei Maschinen bedienen sich zur Verwirklichung des SMP- Konzepts laut Ellenberger der C-Bus-II-Technologie von der Corollary Inc. Ausserdem nutzt DG bei den Maschinen PCI-Controller, wie sie auch bei PC-Systemen mittlerweile Standard sind.

Die Migration ist fuer DG-Anwender kein Problem

Fuer VARs und Wiederverkaeufer gedacht sind die beiden "AV-2000"- und "AV-3000"-Server. Gemaess ihrem Leistungsvermoegen soll ihr Wirkungsbereich auf Abteilungsebene liegen. Maximal lassen sich die Systeme entweder auf zwei (AV 2000) oder vier (AV 3000) mit 100 Megahertz getaktete Pentium-CPUs ausbauen. Sie sind bereits erhaeltlich und kosten in den USA rund 6500 Dollar (AV 2000) beziehungsweise 13000 Dollar (AV 3000). Neben DG/UX und NT verarbeiten diese beiden Modelle auch Netware- und Unixware- Applikationen.

Mit einem Auge schielt DG nach den Worten von Senior Vice- President Tom West auch schon auf Intels neueste CPU, den Pentium- Pro-Prozessor. Fuer die Zukunft plant DG, Aviion-Server rund um Intels SHV-Systemplatinen (Standard High Volume) zu bauen. Allerdings gelte dies nur fuer solche Maschinen, die auch die Numa- Architektur (Non-Uniform Memory Access) nutzen.

Die SHV-Platinen bestueckt Intel mit vier Pentium-Pro-Chips, Cache, Arbeitsspeicher und I/O-Komponenten. Der Chip-Kroesus will die Systemboards kommendes Jahr ausliefern.

Waehrend Brancheninsider auf das unterschiedliche Byte- Adressierungs-Verfahren von Motorola- und Intel-Architektur verweisen, glaubt Prozessorspezialist Arndt Bode von der Technischen Universitaet Muenchen nicht, dass dieser Umstand fuer migrationswillige DG-Anwender ein grosses Problem darstellt. Die Konvertierung koenne im Speicher erfolgen. Da dieser Vorgang zudem nicht flexibel gehalten werden muesse, lasse er sich quasi fest verdrahtet verwirklichen. Die Geschwindigkeitseinbussen seien hierbei nur gering.