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14.07.1978 - 

Anwenderbericht Karl W. Burmeister GmbH & Co.:

Für 9000 Artikel Direkfzugriff gestrickt

STUHR-SECKENHAUSEN - Täglich 200 Aufträge von 200 Kunden und zusätzlich etwa 40 SB-Fertigungsaufträge stellte die Karl W. Burmeister GmbH & Co. in Stuhr-Seckenhausen bei Bremen bald vor Probleme. Um niemanden warten zu lasen, wurde schon früh ein Direktzugriff für 9000 Artikel gestrikt. Das Unternehmen ist ein spezialisierter Distributeur und Hersteller für Bohrmaschinenzubehör und Werkzeuge. Es beliefert vorwiegend den facheinzelhandel, aber auch Erstausrüster und Warenhauskonzerne. Die 130 Mitarbeiter konnten 1977 etwa 32 Millionen Mark umsetzen. Von den insgesamt 9000 Einzelposten sind 2500 reine Verkaufsartikel. Eine schnelle Auftragsbearbeitung für die 8000 Kunden im In- und Ausland ist seit etwa acht Jahren die Hauptaufgabe der vierköpfigen EDV-Abteilung.

Im Rechenzentrum des Unternehmens herrscht strenge Honeywell Bull-Monokultur: Ein System 61/58, eine 61/60, fünf Plattenstationen, Lochkarten-Leser und -Stanzer, Markierungsleser, Drucker, drei druckende und vier Bildschirm-Terminals - alles von Honeywell Bull. "Ausschlaggebend für unsere Entscheidung war damals der Preis", berichtet Rainer Steinbeck, Leiter der Organisation des Gesamtbetriebes. "In engerer Wahl war noch das IBM-System/3."

Alle Programme selbst gestrickt

Die Programme, die heute bei Burmeister im Einsatz sind, wurden alle

- bis auf ein HB-Paket für die Prognoserechnung - selbst gestrickt. Dazu gehört der große Bereich der Auftragsbearbeitung. Er beinhaltet

- die Erfassung der täglichen Aufträge auf Lochkarten

- das Sehreiben von Lieferseheinen und Abbuchen der Bestände

- das Sehreiben von Versandpapieren

- die tägliche Auftragseingangsstatik

- die Fakturierung mit einem entsprechenden Rechnungsausgangsbuch

- die Debitorenbuchhaltung

- die Fortschreibung der Vertreter- und Kundenstatistiken

-- Provisionsstatistiken sowie

-- die Betriebsstatistik.

Im Bereich der Materialwirtschaft werden die Dispositionen mit Bestellwesen sowie die Fertigungsaufträge maschinell abgewickelt. Der Warenzugang mit Schreiben von Wareneingangsscheinen, Einlagerung im Hochregallager und die eigentliche Verbuchung sind gleichfalls online-gesteuert. Dabei werden eventuelle Vormerkungen für Termingeschäfte oder Fertigungsauftrage sowie abgelaufene Kundenrückstände automatisch abgezweigt und reserviert.

Ordersystem für die Außendienstmitarbeiter

Im Bereich der Außendienstorganisation wird eine sogenannte Besuchsberichtkarte eingesetzt, die bei jedem Kundenkontakt markiert und dann eingeschickt werden muß. Das Ergebnis ist eine aufschlußreiche Vertreter-Bezirksanalyse. "Dazu passend haben wir noch ein Ordersystem entwickelt" ergänzt Steinbeck. "Alle Reisenden bekommen für ihre Besuche das jeweilige Sortiment des Kunden mit entsprechenden statistischen Daten als Verkaufsgrundlage ausgedruckt."

An der Kreditorenbuchhaltung wird momentan noch gearbeitet, bereits fertig programmiert ist die maschinelle Kalkulation.

Das umfangreiche DV-Angebot ist, innerhalb von acht Jahren entstanden. "Die wesentlichen online-Elemente sind jedoch seit drei Jahren im Einsatz", betont Steinbeck.