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14.04.1995

Fuer Anwenderunternehmen ohne eigenes WAN Microsoft will das Back Office auch im Netz von MCI anbieten

SAN MATEO (IDG) - Was Lotus und AT&T recht ist, soll Microsoft und MCI billig sein. Das Software-Unternehmen und der Netzanbieter wollen es Anwendern ohne eigenes Wide-Area-Netz ermoeglichen, weltweit auf das Windows-NT-basierte Anwendungspaket "Back Office" zuzugreifen. Das geht aus einem Microsoft-internen Papier hervor, das der IDG-Schwesterpublikation "Infoworld" zugespielt wurde.

Vor einem Jahr hatten Lotus Development und AT&T fuer Furore gesorgt, als sie ankuendigten, das Groupware-System "Notes" im oeffentlichen Telefonnetz zur Verfuegung stellen zu wollen. Offenbar hat dieses Beispiel Schule gemacht. Wie "Infoworld" herausgefunden hat, wird derzeit eine Reihe von Gespraechen zwischen Anbietern von LAN-basierter Anwendungssoftware und Betreibern grosser Netze gefuehrt. So verhandle Lotus mit der IBM darueber, wie sich Notes auf deren "Global Network" anbieten lasse. Und Novell denke daran, einen aehnlichen Dienst wie die "AT&T Netware Connect Services" (ANCS) auch mit anderen Carriern aufzuziehen.

Augenscheinlich bemueht sich Microsoft ebenfalls um Partnerschaften mit Netzbetreibern. Das Ziel dieser Kooperationen soll darin bestehen, den Anwendern des hauseigenen Back-Office-Pakets den Remote-Zugriff auf einen oder mehrere Anwendungs-Server zu ermoeglichen, ohne dass diese Kunden ein eigenes WAN installieren muessen. Die Verantwortung fuer die Infrastruktur uebernimmt dabei der Carrier.

Mit MCI ist Microsoft offenbar bereits handelseinig geworden. Einem Microsoft-internen Dokument zufolge spielen die beiden Unternehmen auch mit dem Gedanken, den Anwendern ein komplettes Outsourcing ihrer Back-Office-Applikationen anzubieten, bei dem die Windows-NT-Rechner nicht mehr im jeweiligen Unternehmen, sondern irgendwo innerhalb des MCI-Netzes stehen.

In jedem Fall wuerde die Inanspruchnahme dieses Angebots bedeuten, dass der Anwender weit entfernte Back-Office-Server ueber das MCI- Netz miteinander verbinden und so ein Rueckgrat fuer unternehmensweite Anwendungen schaffen koennte. Auf diesem Weg waere es beispielsweise moeglich, die auftragsbearbeitenden Unternehmensteile direkt mit den Fertigungsstaetten zu verbinden.

Durch den Deal mit Microsoft erhaelt MCI aber auch die Moeglichkeit, sein eigenes Anwendungspaket "MCI Business" mit Back Office zu integrieren und es so besser in den Markt zu bringen. Die MCI- Software kostet 100 Dollar pro Benutzer und setzt sich aus einer Reihe von locker verbundenen Anwendungen zusammen - darunter Verbindungen zu "cc:Mail" von Lotus und zu "Microsoft Mail" sowie eine Faxapplikation und eine elektronische Pinnwand.