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Anwendungsvielfalt spricht für Windows


17.04.1992 - 

Für Client-Server-Konzepte: OS/2 und Windows gemeinsam

FRAMINHAM (IDG) - Windows oder OS/2? Diese immer wieder heiß diskutierte Frage beantworten IT-Manager zunehmend mit einem Sowohl-als-auch. In Client-Server-Umgebungen, so die Planung, soll Windows auf Client-Rechnern und OS/2 auf dem Server zum Einsatz kommen.

Jeff McGroary, President des Consulting-Unternehmens Aristos Company in West Hartford, Connecticut, führt in der CW-Schwesterpublikation "Computerworld" aus, daß Windows mit seinem Überfluß an Anwendungssoftware den Konkurrenten OS/2 als Client-System klar aussteche. Obwohl man weder bei Windows noch bei OS/2 von "einfachen" Programmierbedingungen sprechen könne, sei doch das Windows-API wesentlich einfacher zu benutzen als das OS/2-Pendant. Auch von den optischen Kriterien her müsse die Windows-Oberfläche als ansprechender gelten als die von OS/2.

Als Server-Plattform dagegen stelle OS/2 Extended Edition (EE) mit den Komponenten SQL Database Manager und Communications Manager durchaus eine Alternative zu Windows dar. Dies sei besonders dann der Fall, wenn der Server ein Gateway zur SQL-basierten Mainframe-Datenbank benötige. Die fest an das Betriebssystem gebundenen Datenbank- und Kommunikationseigenschaften seien der "Leim", mit dem Mainframe und individuelle Client-Workstations in einer hierarchischen Systemumgebung verbunden werden könnten.

Multithreading- und Multitasking-Eigenschaften von OS/2 sind nach Einschätzung des US-Beraters technische Features, die bei der Entwicklung anspruchsvoller und hochentwickelter Software für Client-Server-Konfigurationen, Netzwerk-Management und Kommunikation wichtig werden. Das OS/2-API enthalte eine Reihe von Funktionen, die für die Entwicklung von Client-Server-Anwendungen nötig seien - besonders Funktionen für die Erstellung und das Management sogenannter Named pipes.

Nach Ansicht McGroarys sind also zum einen das Design der Kommunikationsschnittstelle zwischen Server und Client und zum anderen die Datenbankkompatibilität bei der Einführung von Client-Server-Architekturen von großer Bedeutung. Während OS/2 die Kommunikation auf dem Server mit Hilfe unabhängiger Threads in den Griff bekomme, verfüge Windows über diese Fähigkeiten nicht von sich aus.

Hierbei könne die Verarbeitung von Meldungsschleifen und die Nutzung von Timern zum Erfolg führen. Dabei sei jedoch ein äußerst sorgfältiges Design geboten, wenn Performance-Einbußen oder gar ein Deadlock auf der Client-Workstation vermieden werden sollten.