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09.08.1991 - 

AT&T und Unisys entwickeln gemeinsam

Für die RS/6000 kommt bald ein OLTP-Monitor auf den Markt

BLUE BELL (IDG) - Big Blues RlSC-Workstation RS/6000 öffnet sich jetzt auch für Unixbasierte OLTP-Anwendungen. Zu verdanken hat IBM dies der Hilfe von Unisys und AT&T.

Die Schnittstelle für Tuxedo, das gängigste OLTP-Transaktions-System unter Unix, hat die Ally Software Corp. geschaffen, ein Unternehmen, das zu 100 Prozent Unisys gehört. Tuxedo selbst wurde bei der AT&T-Tochter Unix System Laboratories entwickelt.

Das AT&T- und Unisys Gemeinschaftsprodukt arbeitet unter AIX, dem IBM-spezifischen Unix-Derivat, und soll in den USA Ende Juli 1991 für 1500 Dollar pro Lizenz erhältlich sein .

Bisher haben zwar den Analysen zufolge nur eine Handvoll Anwender ihre proprietären OLTP-Systeme gegen Unix-basierte Lösungen ausgetauscht doch Scott Silk Vice-President of Sales bei Aily, rechnet für 1992 und 1993 mit einer Marktexplosion für OLTP-Anwendungen unter Unix.

Bislang wurde Unix für Time-Sharing-Umgebungen in Echtzeitsystemen, bei denen allen Transaktionen gleiche Zeiteinheiten und gleichberechtigter Zugang zu einem Rechnersystem zugeordnet werden, als ungeeignet betrachtet. Unter andererm mit Transaktions Monitoren konnte Unix mittlerweile besser an die Anforderungen zur Verarbeitung von OLTP-Applikationen angepaßt werden.

Mit der Portierung von Tuxedo auf AIX könnte sich Unisys jetzt nach Meinung von Analysten leichter Zugang zu IBM-Umgebungen verschaffen. Dem stimmt auch Stephen Skarlatos vom Client/Server- und OLTP-Spezialisten Applied Information Sciences Inc. zu. Der Entwicklungsdirektor: "Das Produkt läßt Unisys-Hardware mit der RS/6000 koexistieren." Skarlatos fügt hinzu, daß Unisys seit April 1991, als der Hersteller das Open/OLTP-Paket ankündigte, Tuxedo auf seiner Server-Linie "U 6000" unterstützt.

IBM selbst entwickelt jedoch zusammen mit der Transarc Corp. ebenfalls einen Unix-basierten OLTP-Monitor. Nach Mitteilung von Transarc will das Unternehmen bis Ende 1991 den OLTP-Monitor sowie Peer-to-Peer-Kommunikationsdienste für die Mainframe-Anbindung bereitstellen. Das Transarc-Produkt orientiert sich an dem Distributed-Computing-Environment-Standard (DCE) der Open Software Foundation, der die IBM angehört. Die Tuxedo-Software wiederum ist konform mit dem Standard des X/Open Konsortiums für verteilte Transaktionsverarbeitung.