Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.


05.08.1988

Für dumm verkauft

Das eigentliche Problem der DV ist die Unfähigkeit der Anwenderfirmen, die Systeme richtig einzusetzen. Ergebnis: Der Computermarkt stagniert. Daß das Mainframe-Geschäft der IBM ermöglicht, exorbitante Gewinne einzufahren, zeugt nur von der Ausnahmestellung des blauen Giganten.

Mit 5,26 Milliarden Dollar, fast 10 Prozent des Umsatzes von 54,2 Milliarden Dollar, verdiente die IBM im vergangenen Jahr weit mehr als die umsatzstärksten Multis, die Ö- und Automobilkonzerne eingeschlossen. Big Blue zehrt von einer gleichsam garantierten Monopol-Rendite. Die Zeche zahlt der Anwender. Daß die Treueprämie so hoch ausfällt, hat etwas mit der Hörigkeit der Kunden zu tun (siehe "Unfähigkeit") - wahrlich keine neue Erkenntnis.

Es ist gut, sie sich gerade jetzt wieder ins Kurzzeit-Gedächtnis zu rufen (siehe "David gegen ...". Der CW-Kolumnist tut das - schon um nicht das Augenmaß zu verlieren. Von der Hörigkeit der Anwender profitieren ja auch die Trittbrettfahrer unter den DV-Herstellern, die PCMs und Clone-Anbieter; ferner die IBM-nahen Softwarehäuser, die "neutralen" Berater - und nicht zuletzt auch die "unabhängigen" DV- Schulen.

Augenmaß: Wenn das Control-Data-Institut das Vollbild "DV- Fachmann "Standard-Personalsysteme" (gemeint sind wohl die PS/2- Maschinen) propagiert, dann stimmt die Optik nicht. Schlimmer noch: Hier werden junge Akademiker und Umschüler, die Orientierungshilfen für die heute gewiß nicht leichte Berufswahl erwarten, für dumm verkauft. Das ist uns immer eine Headline wert