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10.11.1998 - 

Virtuelle Maschinen legen Stolpersteine

Für Einzelhandelskette bilden Java und Corba ein unschlagbares Duo

MÜNCHEN (IDG) - Das Duo Java und Corba (Corba = Common Object Request Broker Architecture) spielt bei The Home Depot Inc., Atlanta, die Hauptrolle in der Entwicklung. Künftig sollen alle Programmierer im Haus nur noch in der Sun-Sprache schreiben.

"Ich hoffe", so Mike Anderson, Vice-President of Information Services bei der Einzelhandelskette, "daß Java mindestens zehn Jahre lebt." Bereits 130 seiner aus 400 Leuten bestehenden Entwicklungsmannschaft sind in Java ausgebildet, davon arbeiten rund 60 Mitarbeiter in aktuellen Projekten.

Vor vierzehn Monaten führte The Home Depot Java ein. Jetzt laufen die ersten Applikationen:

-ein Informationssystem für Regional-Manager, die via Browser die in der Hypertext Markup Language (HTML) codierten Berichte über die Läden ihres Bezirks einsehen, und

-ein Service, über den die Kunden Lastwagen mieten können. Diese Anwendung nutzt zudem die Middleware "Jbusiness Application Server" von der Novera Software Inc.

-Außerdem gibt es einen Stellenkiosk, der potentiellen Bewerbern ein Video über das Unternehmen zeigt und ein Bewerbungsformular enthält, das die Interessenten elektronisch ausfüllen können.

Jede dieser Anwendungen basiert auf einer dreischichtigen Architektur. Auf dem Client läuft eine dünne Präsentationsschicht, auf einem mittleren Layer ist die Applikationslogik angesiedelt, und Datenobjekte bilden das Back-end.

Flankiert wird die Java-Strategie des Anwenderunternehmens durch Corba-Middleware. Hauptsächlich entschied sich der Einzelhändler dafür, weil Corba-kompatible Broker sämtliche Rechnersysteme des Betriebs unterstützen: Unix-, Windows-NT- sowie Mainframe-Plattformen. Während Java die Lauffähigkeit einer Applikation auf verschiedenen Betriebssystemen erlaubt, ermöglicht Corba die Kommunikation von verschieden implementierten Anwendungen.

Doch auch bei The Home Depot zeigte sich das junge Java während der Pilotprojekte noch spröde. Zum Beispiel mußten die Entwickler für den Kiosk eine eigene Anbindung an das Mainframe-CICS schreiben. Außerdem programmierten sie Treiber für die Touchscreens sowie Funktionen für elektronische Signaturen.

Generell hatten es die Entwicklungsteams mit Performance-Tuning zu tun. Die Anwendungen liefen auf den verschiedenen Plattformen abweichend schnell. Laut Anderson liegt das Problem bei den Betriebssystem-abhängigen Varianten der virtuellen Java-Maschine.