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27.10.2000 - 

Junger Wein in alten Schläuchen

Für Gigabit Ethernet brauchen Firmen keine neuen Kabel

FRAMINGHAM (IDG) - Unternehmen, die Gigabit Ethernet in ihrem Netz einsetzen wollen, brauchen dazu keine teuren Glasfaserleitungen zu verlegen. Auch Kupferkabel der Kategorie 5 sind in der Lage, das schnelle Verfahren zu unterstützen.

Das Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) hat in der 1000Base-T-Spezifikation die Übertragung von Gigabit über Kupfer definiert. In der Regel kommen in Ethernet- oder Fast-Ethernet-Netzen Kabel der Kategorie 5 (Cat 5) zum Einsatz, die vier verdrehte Leitungspaare enthalten. Während Fast Ethernet und Ethernet jedoch nur zwei dieser Adernpaare benutzen, macht Gigabit Ethernet von allen vieren Gebrauch. Ähnlich wie beim Full-Duplex-Betrieb von Fast Ethernet sieht 1000Base-T dabei das gleichzeitige Empfangen und Senden von Daten vor. Pro Drahtpaar wird dabei mit einer theoretischen Geschwindigkeit von 250 Mbit/s übertragen.

In gewisser Hinsicht ist der Betrieb von 1000Base-T über Cat 5 einfacher als der Einsatz langsamerer Ethernet-Varianten. Das liegt unter anderem daran, dass die Spezifikation besondere Funktionen wie das automatische Aushandeln von Verbindungseigenschaften enthält. Dadurch können Komponenten wie Netzadapterkarten, Hubs, Switches und andere Geräte gekoppelt werden, selbst wenn sie auf Halb-Duplex-Betrieb voreingestellt waren.

Die meisten 1000Base-T-Karten sind zudem in der Lage, für den Fall, dass sie irrtümlich in einen 100-Mbit/s-Port gesteckt wurden, automatisch die passende Übertragungsgeschwindigkeit auszuhandeln. Der Gigabit-Port benutzt von selbst die für diesen Fall optimale Geschwindigkeit für den Datentransfer. Der Einsatz von 1000Base-T-Netzkarten ermöglicht es dadurch Unternehmen, ihre bestehende Kabelinfrastruktur bestmöglich zu nutzen.

Allerdings existiert eine Beschränkung, was die Übertragungsreichweite über Kupfer angeht. Lediglich 100 Meter können so überbrückt werden. Für größere Entfernungen müssen Repeater zur Auffrischung des Signals benutzt oder aber auf Glasfaser als Transportmedium gewechselt werden.

Das ist auch dann der Fall, wenn Unternehmen Transferraten von mehr als 1 Gbit/s nutzen wollen. Auch wenn gängige Kupferkabel mit Gigabit-Geschwindigkeit betrieben werden können: Der Standard für das Nachfolgeverfahren von Gigabit Ethernet, 10 Gigabit Ethernet, wird wohl nur die optische Faser berücksichtigen.