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15.04.1977 - 

COM-Kosten vollständig berechnet

Für Service Unternehmen doch die besseren Argumente

Der Kostenvergleich "Eigene COM-Anlage oder COM-Service (CW-Nr. 8 vom 18. 2. 77) ist in mehrfacher Hinsicht schief.

Warum sind denn die Kosten für Personal, EDV-Aufbereitung, für Raum- und Stromverbrauch - dazu kommen noch Kosten für Wasser, Versicherungen, Ausschußmaterial, Instalation, Möbel und Anlaufzeit - nicht konkret anhand eines Beispieles aus der Praxis aufgeführt worden. Gibt es vielleicht kein solches Beispiel, oder sind die Kosten hierfür gar so gering, daß sie nicht ins Gewicht fallen?

Fangen wir doch mit dem Personal an. Sicher werden jetzt einige argumentieren: "Das haben wir sowieso" Aber es soll auch Firmen geben, die das Personal rationell ausgelastet haben. Die müßten doch wenigstens einen Operator, der bestimmt nicht unter 2000 Mark monatlich anzusetzen ist, einstellen. Außerdem, da es sich ja hier um ein nichtintelligentes System handelt, wird doch wohl mindestens ein halber Programmierer benötigt, der sich heute unter 3000 Mark im Monat auch nicht mehr anbietet.

Dazu kommen selbstverständlich noch die zirka 30 Prozent Sozialabgaben, die auch bei Einsatz einer AutoCOM/Autofiche-Anlage entrichtet werden müssen. Da es noch Firmen gibt, die kein 13. Gehalt zahlen, will ich dieses hier auch nicht einbeziehen. Dennoch ergeben sich schon monatliche Personalkosten von 4550 Mark - oder bei 1000 Fiche Mehrkosten von 4,55 Mark je Fiche.

Dies also bedeutet schon selbst bei der "billig" gekauften Anlage - vorausgesetzt das Geld kann nicht verzinst werden - einen Gesamt-Fiche-Preis (bei monatlich 1000 Stück) von 10,54 Mark je Fiche. Damit sind die tatsächlichen Kosten aber noch keinesfalls erfaßt. Aus Erfahrung weiß ich, daß die Aufbereitung eines Fiches bei einem EDV-Stundensatz von nur 200 Mark je nach Schwierigkeitsgrad 10 Mark und mehr je Fiche kosten kann.

Wenn wir davon ausgehen, daß eine schnelle EDV-Anlage zur Verfügung steht, müssen also mindestens 3 Mark je Fiche kalkuliert werden. Wobei die Testphase bis zur Übergabe des je weiligen Programms hier nicht berücksichtigt werden kann, da sie, wie bekannt, von der Qualifikation des Programmierers abhängig ist.

Für Raum- und Raumnebenkosten sowie Versicherungen und Organisation sind noch einmal zirka 1300 Mark einzusetzen. Damit sind jetzt schon 14,84 Mark je Fiche bei 1000 Stück Monatsproduktion auszugeben.

Spätestens hier taucht die Frage auf wieso ein COM-Service-Unternehmen die Mikrofiches so günstig erstellen kann .Doch nur deshalb, weil die COM-Service-Unternehmen, die marktführend sind, zwei, drei oder mehr intelligente COM-Anlagen im Einsatz haben, für die erstens nicht aufbereitet werden muß, die zweitens genau mit dem gleichen Personal bedient werden können und bei denen drittens natürlich das beinahe 20fache im Mehrschichtbetrieb produziert wird.

Obwohl diese Anlagen das Mehrfache kosten und der Organisationsapparat vor allen Dingen auch für die Kundenberatung natürlich relativ groß ist, können hier tatsächlich Fiches je nach Menge und Schwierigkeitsgrad zu einem Preis von 6 bis 10 Mark angeboten werden.

Wenn also Herr Steinmann schreibt: "Noch vor 2 - 3 Jahren wurden da Zahlen von 350000 Seiten und mehr genannt", so hat er wohl recht: denn die Zahlen müssen heute eher noch höher angesetzt werden.

*Klaus-G. Hahn ist Prokurist und technischer Leiter der Alpha-COM GmbH in Hamburg.