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Infratest legt neue Marktanalyse vor


28.02.1992 - 

Für Standardsoftware wird mehr ausgegeben

MÜNCHEN (CW) - Rund 41,5 Milliarden Mark haben deutsche Unternehmen aus den alten Bundesländern 1991 insgesamt für Software und softwarebezogene Dienstleistungen ausgegeben. Zu diesem Ergebnis kommt die Münchner Infratest Industria GmbH in ihrer alljährlichen Softwarestatistik. Im Vergleich zum Vorjahr seien die Aufwendungen um sieben Prozent gestiegen.

Die Ausgaben für intern erstellte Software und Dienstleistungen, zum Beispiel den Benutzerservice, stiegen laut Infratest lediglich um etwa vier Prozent von 22,2 auf 23,1 Milliarden Mark an.

Dagegen entwickelten sich die Aufwendungen für gekaufte Software und Dienstleistungen geradezu dramatisch: Die Quote stieg von 16 auf 18,4 Milliarden Mark, das entspricht einem Wachstum von etwa 15 Prozent.

Trotz dieser Werte geben Unternehmen insgesamt noch immer mehr Geld für intern erstellte Programme und Services aus als für Produkte, die am Markt eingekauft werden. So entfielen im vergangenen Jahr 56 Prozent der Gesamtausgaben auf interne Software-Aufwendungen.

Allerdings verringert sich dieser Prozentsatz in dem Maße, wie sich der Trend zu Standardsoftware fortsetzte. Noch 1989 waren 61 Prozent der Software- und Softwareservice-Ausgaben auf den internen Bereich entfallen.

Die 18,4 Milliarden Mark für eingekaufte Software und Dienstleistungen errechnen sich nach Angaben der Marktbeobachter aus 14,4 Milliarden Mark, die für Anwendungssoftware, und etwa vier Milliarden, die für Systemsoftware gezahlt wurden. Die Münchner hegen keinen Zweifel, daß sich der Trend zur extern bezogenen Software fortsetzen wird, zumal sich die Preise für Standardsoftware eher moderat entwickeln.

lnfratest geht auch auf die eingekaufte Anwendungssoftware ein. Diese besteht immerhin zu 45 Prozent (6.5 Milliarden Mark) aus extern bezogenen Entwicklungsleistungen. Insgesamt 7,9 Milliarden Mark werden dagegen für Standard-Anwendungssoftware ausgegeben.