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10.05.1991 - 

Neuerlicher hoher Quartalsverlust, aber

Für Unisys-Chef Unruh ist 1991 das Jahr des Durchbruchs

BLUE BELL (CW) - Die zierte Talfahrt von Unisys geht weiter. Für das erste des laufenden Geschäftsjahren mußte das angeschlagene Unternehmen einmal mehr einen hohen Verlust ausweisen. Chairman James Unruh bleibt optimistisch, in diesem Jahr den Durchbruch zu schaffen.

Zum jetzigen Zeitpunkt scheint dies allerdings noch fraglich. Obwohl der neuerliche Quartalsverlust von 98,2 (Vorjahresquartal: 3,2) Millionen Dollar laut Unruh auch in dieser Höhe erwartet worden war, was US-Analysten bestätigten, reduziert er weiter den Nettowert des Computerherstellers und gefährdet damit mehr denn je die Kreditvereinbarungen mit den Banken. Die kritische Grenze des Unternehmenswertes in bezug auf die Revolving- Kredite liegt bei 3,5 Milliarden Dollar, derzeit schwankt Unisys Wert zwischen 3,6 und 3,7 Milliarden Dollar.

Einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge ist das Verhältnis zwischen den Gläubigerbanken und Unisys "freundlich". James Unruh erklärte, die Kreditgeber würden das Unternehmen sehr unterstützen. Dennoch müßte Unisys ihnen im Verlaufe dieses Jahres einen signifikanten Fortschritt beim Abbau der Schulden zeigen. Erreicht werden soll dies durch anhaltendes konsequentes "Streamlining" im Produktbereich, beim Verwaltungsaufwand sowie auf den Hierarchie-Ebenen. Davon erhofft sich das Unternehmen aus Blue Bell eine Steigerung der Profitabilität, so daß die geplante Reduzierung der Schulden um 600 Millionen Dollar in 1991 geschafft werden kann. Von der Unisys Deutschland GmbH in Sulzbach verlautete gar, Unruh sei optimistisch, noch mehr Verbindlichkeiten abbauen zu können. Zum Ende des ersten Quartals hatte Unisys finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 3,87 Milliarden Dollar.

Die Sparmaßnahmen werden auch einen weiteren Personalabbau zur Folge haben. Die derzeitige Mitarbeiterzahl bewegt sich bei weltweit 72 000. Bis Ende 1991 soll die Belegschaft um weitere rund 2000 Angestellte reduziert sein. Geplant sind zudem neuerliche Schließungen von Produktionsstätten. In den letzten viereinhalb Jahren wurde die Zahl der Unisys-Fabriken bereits drastisch von 36 auf 19 verringert.