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08.08.2008

Fürs Enterprise-Geschäft muss Microsoft noch üben

Heidelberg-CIO Michael Neff fordert vom deutschen Microsoft-Geschäftsführer Achim Berg eine konsequentere Unterstützung der Großanwender.

Die Bestandsaufnahme fiel knallhart aus. "Im Enterprise-Umfeld steht Microsoft erst an der Schwelle zum strategischen Partner", bemängelte Michael Neff, CIO der Heidelberger Druckmaschinen AG. Der von der computerwoche zum "CIO des Jahres 2005" gekürte IT-Manager ist ein überzeugter Microsoft-Kunde. Gerade deshalb betrachtet er das Softwareunternehmen mit Argus-Augen - und empfahl sich dadurch als Partner für ein computerwoche-"Gipfeltreffen" mit dem Microsoft-Geschäftsführer Achim Berg.

Als Großkunde fühlt sich Neff von der Windows-Company oft allein gelassen. Um aus Tools Lösungen zu machen, sei er auf Microsoft-Partner angewiesen, betonte er. Und deren Know-how lasse bisweilen zu wünschen übrig: "Wenn Sie wirklich im Enterprise erfolgreich sein wollen", so riet er Berg, "müssen Sie dieses Problem besser in den Griff bekommen." Der Microsoft-Manager versuchte erst gar nicht, die Schwierigkeiten zu leugnen. Tatsächlich würden sich viele Partner übernehmen, räumte er ein, weil sie versuchten, die gesamte Produktpalette abzudecken: "Es gibt nur ganz wenige, die groß genug sind, um sich breit aufzustellen."

Doch Neffs Kritik ging noch weiter: Microsoft und seinen Implementierungspartnern fehle bisweilen das Verständnis für die Bedürfnisse der Großanwender, bemängelte er. Unternehmen wie die Heidelberger Druckmaschinen AG hätten nun einmal IT-Architekturen mit einer deutlich längeren Haltbarkeitsdauer als der Lebenszyklus einer Softwareversion: "Wir können doch nicht bei jedem Release-Wechsel unsere Architektur in Frage stellen." Deshalb erwarte er, dass ein Microsoft-Partner erkenne, was in den Architekturrahmen passe oder nicht. In der Praxis würden diese Unternehmen aber zuerst an ihre Vertriebsinteressen denken.

(qua)