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06.09.1991 - 

Ziel: kommerzielle DV-Systeme auf Sparc-Basis

Fujitsu beteiligt sich an dem Unix-Neuling Hal Computer

CAMPBELL (CW) - Fujitsu Ltd. geht jetzt die Vorherrschaft der IBM Corp. sozusagen "von der Pike auf" an: Die Japaner beteiligen sich mit 44 Prozent an der kalifornischen Hal Computer Systems inc. Das Unternehmen, vom IBM-RS/6000-Mitentwickler Andy Heller gegründet, will Unix-basierte Rechner für kommerzielle Anwendungen entwickeln und produzieren.

Ein Zeitrahmen für die Markteinführung der geplanten Hal-Produkte wurde bisher nicht bekanntgegeben. Offenbar sollen die künftigen Rechner jedoch alle Leistungsklassen von der Workstation bis zum Mini-Supercomputer abdecken. Das geht aus einem Bericht des "Wall Street Journal" hervor.

Die Systeme sollen auf der Basis der Sparc-Technologie von Sun Microsystems mit Versionen dieser Prozessoren ausgestattet werden, die wesentlich schneller sein würden als die Originale, heißt es in einer Unternehmensmitteilung. Fujitsu ist Inhaber einer Sun-Lizenz zur Herstellung von Sparc-Chips. Nach Darstellung des britischen Branchendienstes "Computergram International" werden die Hal-Prozessoren von den Japanern gefertigt. Darüber hinaus erhält das kalifornische Startup-Unternehmen Zugriff auf Patente sowie Produktions- und Vertriebskapazitäten von Fujitsu.

Die Aktivitäten von Hal, neben dem "Aufbohren" der Sparc-Prozessoren und dem Design der neuen Rechnerarchitektur, erstrecken sich auf die Entwicklung von Software-Features, mit denen das Unix-Betriebssystem besser an die Erfordernisse der kommerziellen DV angepaßt werden könne. Das ist laut Wall Street Journal" Äußerungen des Unternehmensgründers Andy Heller zu entnehmen. Heller war einst der jüngste "Research Fellow" von IBM gewesen und leitete anfänglich die Entwicklung der Unix-Maschine RS/6000 von Big Blue. Er verließ das Unternehmen nach eigener Darstellung deshalb, weil er über die geringe Flexibilität und Beweglichkeit von IBM frustriert gewesen sei.

Die 44-Prozent-Beteiligung von Fujitsu - eine Erhöhung ist laut "Computergram" ausgeschlossen - entspricht einem Investitionsvolumen von 40,2 Millionen Dollar. Damit haben die Japaner im vergangenen Jahr mehr als zwei Milliarden Dollar in Beteiligungen und Übernahmen investiert, darunter in die britische ICL Plc., die finnische Nokia Data und die amerikanische Poqet Computer Corp. Außerdem besitzt Fujitsu zirka 45 Prozent des amerikanischen PCM-Herstellers Amdahl Corp.