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13.10.2008 - 

CW-Kolumne

Fujitsu ist nicht Porsche

Die Auseinandersetzungen, die sich im Zuge der Übernahme der Mehrheitsanteile von Volkswagen durch Porsche beide deutsche Vorzeigeunternehmen liefern, sind ein Zerrbild dessen, was kluge und verantwortungsvolle Firmenpolitik sein sollte.

Da ist der Betrachter froh, wie ruhig es um die Verhandlungen zwischen Siemens und Fujitsu über die Zukunft von Fujitsu-Siemens Computers (FSC) bestellt zu sein scheint. Beide besitzen an dem 1999 geschlossenen Joint Venture einen Anteil von 50 Prozent. Siemens hat vor einigen Wochen signalisiert, sich von seiner Hälfte trennen zu wollen - zunächst ohne zu sagen, wie es mit dem Gemeinschaftsunternehmen weitergehen soll.

Wir schrieben an dieser Stelle bereits vor einigen Monaten, dass es am besten wäre, wenn Fujitsu sich den Siemens-Anteil einverleibt. Am besten für die FSC-Kunden. Aber auch für das Unternehmen, das gute Produkte anbietet und Forschung und Entwicklung nicht als Fremdwort behandelt. Das übrigens schon Jahre, bevor der Gartner-Analyst Simon Mingay den Terminus Green IT prägte, Öko-Elemente in seine Computer einbaute.

Wir halten an der Meinung fest, dass Fujitsu die erste Wahl für FSC ist. Nicht nur, weil wir Informationen haben, dass die Joint-Venture-Partner sich auf eine Übertragung aller Anteile auf Fujitsu bereits weitgehend geeinigt haben - auch wenn beide Parteien das offiziell noch bestreiten. Als börsennotierte Unternehmen müssen sie das tun, bis die Unterschrift unter den Verträgen getrocknet ist.

Wir glauben auch, dass FSC als hundertprozentige Fujitsu-Tochter passen würde. Es gäbe keine Kannibalisierungseffekte, den Kunden würde Kontinuität garantiert. Engagierte sich dagegen etwa Lenovo bei FSC, würde dies den Chinesen in Europa zwar helfen, ihre Marktposition zu stärken - sonst aber nur der Konkurrenz gefallen, die in aller Ruhe die Reibungsverluste im Zuge der Übernahme für sich nutzen könnte. FSCs Mitarbeiter und Kunden haben keinen Vorteil davon, dass ein dritter Hersteller sich den 50-Prozent-Anteil von Siemens schnappt. So weit wird es aber auch nicht kommen.