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10.09.1999 - 

Sparc-kompatible Prozessoren unter Sun Solaris

Fujitsu nutzt Vektortechnik aus Supercomputern für Unix-Server

MÜNCHEN (CW) - Für die geplanten High-end-Unix-Server mit bis zu 128 Prozessoren wird Fujitsu Ltd. auf Technologien aus den eigenen Supercomputern mit Vektortechnik zurückgreifen. Fujitsu-Siemens wird entsprechende Systeme im Jahr 2000 anbieten.

Der Fujitsu-Ableger Hal Computer Systems Ltd. hat mit den "Sparc-64"-CPUs eigene Risc-Chips entwickelt, die zu den Ultrasparc-Prozessoren von Sun Microsystems binärkompatibel sind. Dazu wurde eine Lizenz von der McNealy-Company erworben. Für die Verbindung von maximal 128 dieser Chips in einer Maschine wird der Hersteller nach Informationen des Nachrichtendienstes "Computergram" die Crossbar-Switch-Technik aus den eigenen Supercomputern einsetzen.

Jede CPU soll dabei gleichberechtigten Zugang zum gemeinsamen Hauptspeicher haben. Insofern ähnelt die Architektur eher klassischen SMP-Systemen (SMP = symmetrisches Multiprocessing) als dem in jüngster Zeit oft diskutierten Numa-Konzept (Numa = Non Uniform Memory Access Architecture). In Numa-Systemen greifen Prozessoren auf nahe ebenso wie auf entfernte Hauptspeichermodule zu. Dadurch ergeben sich unterschied- liche Latenzzeiten.

Mit Hilfe der Fujitsu-Technik sollen Anwender ferner in die Lage versetzt werden, einen Server in maximal 15 logische Partitionen aufzuteilen. In jeder Partition könnte eine separate Kopie des Betriebssystems arbeiten, so die Angaben. Für Fujitsu stellt sich in diesem Zusammenhang unter anderem die Aufgabe, das Solaris-Betriebssystem um Funktionen für dynamische Re-Partitionierung zu erweitern. Damit würden Anwendungen bei Ausfall eines Rechnerknotens oder einzelner CPUs automatisch auf eine funktionsfähige Einheit umgeleitet. Der Server müßte dazu nicht heruntergefahren werden. Diese Funktion ist insbesondere für unternehmenskritische Anwendungen interessant, die eine hohe Verfügbarkeit des Rechners erfordern.

Das zum 1. Oktober 1999 an den Start gehende Gemeinschaftsunternehmen Siemens-Fujitsu hat bereits mitgeteilt, für das Segment der High-end-Unix-Server auf die Maschinen Fujitsus zurückgreifen zu wollen. Die 128-Wege-Rechner sollen im Jahr 2000 unter dem gemeinsamen Label auf den Markt kommen.