Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

06.04.1984 - 

Ein Jahr nach dem Einstieg in den deutschen Mikro-Markt:

Fujitsu peilt 40 Millionen Mark Umsatz an

06.04.1984

MÜNCHEN (cmd) - Zufrieden über das erste Jahr auf dem deutschen Mikro-Markt zeigte sich Klaus Brand, Sales- und Marketing-Manager Europe der Fujitsu Mikroelektronik GmbH, Frankfurt.

Vor der Presse in München zog Brand Bilanz und meinte nicht ohne Stolz, Japans Nummer eins der DV-Branche habe im vergangenen Jahr die selbstgesteckten Ziele für den Aufbau eines Händlernetzes mehr als erreicht. Statt der erwarteten 15 Software- und Systemhäuser sei es bis zur "Systems" gelungen, 39 Händler für den Vertrieb der beiden Fujitsu-Mikros 7 und 16 s zu gewinnen. Bis zum Herbst dieses Jahres will man die Zahl der Distributoren nochmals verdoppeln und auf 80 schrauben.

Im Unterschied zu IBM und anderen Herstellern beziehen die Japaner zunächst C&C-Märkte und Kaufhausketten nicht in ihr Vertriebskonzept mit ein. Zum einen, so Brand, sei es ungünstig, Händler mit unterschiedlichen Preisauffassungen zusammenzubringen, und andererseits verfüge beispielsweise die Metro noch nicht über ein qualifiziertes Beratungspersonal. Es sei aber nicht auszuschließen, daß Fujitsu in zwei oder drei Jahren, wenn der Hobby-Bereich des Mikrocomputer-Marktes größere Bedeutung erlange, über neue -Vertriebswege nachdenke.

Nachdem die Japaner am deutschsprachigen Markt (Bundesrepublik, Österreich und Schweiz) im Februar dieses Jahres, dem ersten Auslieferungsmonat ihrer beiden Rechnerzwerge, einen Umsatz von 1,5 Millionen Mark erzielt haben, prognostizierte Brand für das Geschäftsjahr 1984/85 einen Umsatz von 40 Millionen Mark. Das entspräche einer Stückzahl von rund 8000 Geräten.

Auf die jüngsten Preissenkungen des Marktführers bei den "Personal Computern" angesprochen, erklärte der Fujitsu-Manager, man wolle hier nicht nachziehen, da man ohnehin "weit unter den Preisen" von Big Blue liege. Seit letzten Herbst würden der Mikro 7 und der Mikro 16 s jeweils einschließlich Softwarepaket (deutsche Wordstar-Version, Grafik Basic-Interpreter, Kalkulationsprogramm für Manager und Finanzbuchhaltung) für 5500 beziehungsweise 9800 Mark angeboten. Darüber hinaus soll in Kürze ein spezielles Universitäts- und Schulpaket auf den Markt kommen, das auf USCD-p basiert.

Als besonderen Vorteil der japanischen Rechner gegenüber der Konkurrenz sieht Brand die Multi-User-Eigenschaften des Mikro 16 s, der zusätzlich mit Multi-Tasking-Funktionen ausgerüstet werden soll. Damit werde die Geschwindigkeit, die jetzt bereits um den Faktor vier bis fünf höher sei als beim "IBM PC", noch weiter erhöht.

Da derzeit vor allem für die Mikro-Mainframe-Verbindung BSC-Prozeduren sehr stark gefragt seien, habe man für den Mikro 16 s entsprechende Tests an der Uni Bremen durchführen lassen. Das Ergebnis laut Brand: "Die 3270 steht wie eine Eins."

Im Hinblick auf die Kommunikationsfähigkeit zu öffentlichen Netzen bietet Fujitsu derzeit nur den Telex-Anschluß. Die auf dem Markt befindlichen Teletex-Produkte sind den Japanern noch zu teuer, und bei Bildschirmtext wollen sie auf den hochintegrierten "Eurom"-Decoder von Philips warten.