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13.05.2009 - 

Energieeffizienz und Virtualisierung

Fujitsu Primergy BX900 Blade-Server sollen den Markt aufmischen

Wolfgang Herrmann ist Deputy Editorial Director der IDG-Publikationen COMPUTERWOCHE und CIO. Zuvor war er Chefredakteur der Schwesterpublikation TecChannel und stellvertretender Chefredakteur COMPUTERWOCHE. Zu seinen thematischen Schwerpunkten gehören Cloud Computing, Data Center, Virtualisierung und Big Data.
Mit dem hochintegrierten Blade-System Primergy BX900 greift Fujitsu Technology Services die Server-Konkurrenten IBM, Dell und HP im Data Center an.

Die aus der einstigen Fujitsu-Siemens Computers hervorgegangene Fujitsu Technology Solutions (FTS) bezeichnet den neuen Blade-Server als Schlüsselprodukt für das Umsetzen der weltweiten Wachstumsziele. Es soll helfen, den Anteil im hart umkämpften Markt für x86-Server auszubauen (siehe auch: x86-Server erobern das Data Center). Fujitsu setzt dabei vor allem auf die Aspekte Energieeffizienz, Virtualisierung und Hochverfügbarkeit.

Das Blade-System Pimergy BX900 fasst maximal 18 Server-Einschübe mit Intel-Xeon 5500-CPUs.
Das Blade-System Pimergy BX900 fasst maximal 18 Server-Einschübe mit Intel-Xeon 5500-CPUs.

Bei dem Primergy BX900 (Codename "Dynamic Cube") handelt es sich dem Anbieter zufolge um ein Blade-System, das eine vollständige Server-Infrastruktur innerhalb eines einzigen Blade-Chassis bereitstellt. Unternehmen könnten damit ihre IT-Ressourcen flexibel an veränderte Anforderungen anpassen. In Sachen Stromverbrauch und Energieeffizienz verweist Fujitsu etwa auf eine neuentwickelte Verbindung von Stromversorgung und Lüftungskonzept, die helfe Energiekosten zu senken. Mit Hilfe eines dynamischen Konzepts zur Virtualisierung lasse sich der Blade-Server optimal auslasten. Geht es um das Thema Hochverfügbarkeit, glänzt der Fujitsu-Server mit einem durchgehend redundanten Systemdesign. Alle aktiven Hardwarekomponenten lassen sich im laufenden Betrieb austauschen.

Blade-Server: Skalierbarkeit ist Trumpf

Insbesondere seine hohe Skalierbarkeit soll den Primergy BX900 von den Konkurrenten IBM, Dell, Sun oder Hewlett-Packard (HP) abheben: Im Blade-Chassis mit 10 Höheneinheiten finden maximal 18 Server-Einschübe mit Intel Xeon 5500-Prozessoren ("Nehalem") Platz. Der Arbeitsspeicher lässt sich in Form von DIMM-Modulen bis auf 2592 GB erweitern. Verbunden werden die Hardwarekomponenten über eine passive Midplane mit bis zu acht konfigurierbaren Ethernet-, Fibre-Channel und Infiniband-Switches. "Kein anderer Server-Hersteller bietet mehr physikalische I/O-Pfade pro Server-Blade an", wirbt Fujitsu für die Architektur. Integrieren lassen sich zudem bis zu sechs Storage-Blades mit einer Kapazität von jeweils 1,2 Terabyte.

Fujitsu setzt bei den für das Blade-System nutzbaren Hardwarekomponenten nicht nur auf eigene Produkte. So lassen sich beispielsweise LAN- und WAN-Switches sowie Storage-Komponenten von Partnern wie Brocade, Cisco, EMC und NetApp integrieren. Der Primergy BX900 wird an den Fujitsu-Standorten Augsburg und im japanischen Fukushima produziert. Er soll ab 21. Mai 2009 lieferbar sein.

Blade-Server: Grundlage für Cloud Computing

In der Strategie des Fujitsu-Managements bildet das neue Blade-System zugleich eine Basis für künftige Cloud-Computing-Angebote. Fujitsu setzt künftig neben dem klassischen Produkt- und Lösungsgeschäft verstärkt auf Managed Services und das neue Cloud-Segment Infrastructure as a Service, wie Joseph Reger, CTO der Fujitsu Technology Services bereits vergangene Woche im Interview mit der CW ankündigte. Dabei spielen Server auf Basis der x86-Architektur eine zentrale Rolle. Als erstes Produkt in diesem Kontext kündigte Fujitsu eine Desktop-Lösung unter dem Nahmen "Workplace as a Service" an. Server-orientierte Cloud-Computing-Dienste sollen folgen.

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