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23.08.2007

Fujitsu reagiert irritiert auf GFI-Ablehnung

Der japanische IT-Dienstleister beklagt ein feindseliges Echo in Frankreich.

Fujitsu hat die geplante Übernahme des französischen Konkurrenten GFI endgültig für gescheitert erklärt. Die Japaner hatten im Rahmen eines Übernahmeangebots lediglich 22 Millionen Aktien von GFI erwerben können. Das sind weniger als 41 Prozent der Anteile am französischen IT-Anbieter. Ziel war es jedoch, mindestens 66,67 Prozent zu bekommen. Fujitsu hatte den Aktionären 8,50 Euro pro Papier geboten. Das GFI-Management wies den Betrag als unangemessen zurück. Die Japaner wollten ihr Angebot jedoch nicht nachbessern und verwiesen auf eine von GFI selbst in Auftrag gegebene Studie von Anfang dieses Jahres, die den Unternehmenswert auf 6,90 Euro pro Anteilschein beziffert. GFI beklagte daraufhin, Fujitsus Gebot trage nicht dem großen Entwicklungspotenzial des Unternehmens Rechnung.

Vom Scheitern der Offerte und vor allem von der feindseligen Stimmung zeigte sich Fujitsu nun überrascht. Preis und Logik der Übernahme habe man mit GFI erörtert: "Jemand hat es als feindliche Übernahme gewertet. Ich dachte, wir hätten eine gute Beziehung zwischen Frankreich und Japan aufgebaut", sagte Takanori Katayama, Vorstandsmitglied des Fujitsu-Konzerns, der "Financial Times". Trotz dieser Pleite bleibt es das erklärte Ziel, in den europäischen IT-Servicemarkt vorzudringen. "Unsere Strategie zielt weiterhin auf organisches Wachstum und Akquisitionen in Europa auch in Frankreich", betonte David Courtley, CEO von Fujitsu Services. "Die zuletzt gewonnenen Aufträge sowie die Übernahme der Mehrheit an TDS untermauern den Erfolg unseres Vorhabens."

Großer Deal mit Reuters

Zu den gewonnenen Mega-Deals zählt neuerdings auch ein weltweites Abkommen mit Reuters. Der Informations- und Nachrichten-Dienstleister hat seine gesamte IT-Infrastruktur Fujitsu Services anvertraut. Der Vertrag hat ein Volumen von knapp 740 Millionen Euro und eine Laufzeit von zehn Jahren. Die Services umfassen den Betrieb der Datenzentren, Desktops und Netze sowie der Anwendungsentwicklung und wartung. Subauftragnehmer sind Dell, Satyam und BT. "Wir glauben, dass diese Form der Verträge zunehmen wird. Unternehmen verpflichten viele Spezialisten, die von einem Provider geführt werden", beschrieb Angel Dobardziev vom Marktforschungshaus Ovum das Abkommen. (jha)