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02.07.2004 - 

EU-Umweltrichtlinie im Voraus erfüllt

Fujitsu-Siemens Computers hofft auf Öko-PCs

MÜNCHEN (CW) - Fujitsu-Siemens Computers (FSC) stellt in seinem Augsburger Werk die PCs für das Europa-Geschäft her und hat dabei eine Nische entdeckt: den Öko-PC.

Die Augsburger richten ihr Umweltkonzept hauptsächlich an zwei EU-Richtlinien aus. Die Verordnung über Elektro- und Elektronik-Altgeräte "WEEE" (Waste Electrical and Electronic Equipment) soll die Gesamtmenge von Altgeräten für die endgültige Entsorgung begrenzen. Da die Anzahl von ausgedienten Elektroartikeln steigt, ist das nur mit vermehrtem Recycling zu schaffen. Ziel der EU ist es, die Verwertungsquote bis Ende 2006 auf 75 Prozent zu heben.

Fujitsu-Siemens hat dazu ein dreistufiges Rücknahmeprogramm entwickelt, das zunächst eine Überprüfung der Altgeräte, die mögliche Aufarbeitung und den Verkauf der Gebrauchten vorsieht. Dafür nicht geeignetes Equipment wird auf brauchbare Bauteile und Baugruppen untersucht, die an externe Händler oder den eigenen Service verkauft werden. Der Rest wird zerlegt und in bis zu 60 unterschiedliche Stoffe fraktioniert, die in der Industrie weiterverwertet werden oder schließlich auf die Deponie wandern.

Die zweite EU-Umweltrichtlinie "RoHS" (Restriction of the use of certain Hazardous Substances in electrical and electronic equipment) soll die Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe einschränken. Sie nennt den 1. Juli 2006 als Stichtag, ab dem neue Elektro- und Elektronikgeräte kein Blei, Quecksilber oder Cadmium mehr enthalten dürfen.

FSC hat diese Vorschriften bereits bei den Hauptplatinen für den Desktop "Scenic E600" und die Workstations "Celsius K320" und "M420" umgesetzt. Der Bleianteil sank von zwölf Gramm auf weniger als drei Gramm je Mainboard. Würden die Augsburger die gesamte Jahresproduktion auf bleifreie Platinen umstellen, könnten knapp 19 Tonnen Blei eingespart werden. Die Kunststoffteile im Gehäuse enthalten keine Halogene, die Batterien weder Cadmium noch Quecksilber.

Interessiert an umweltfreundlichen Produkten sind traditionell die Skandinavier. Deutsche Anwender geben dafür nicht mehr Geld aus: Hier verkaufen sich PCs vor allem über den Preis. Allerdings spart FSC nach eigenen Angaben durch umweltschonende Abläufe in der Augsburger Fertigung "einige Millionen Euro". (kk)