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09.11.2006

Fujitsu-Siemens erneuert Mainframe-Angebot

Dank neuer Prozessoren hat jetzt FSC wieder die Nase vor IBM.

Fujitsu-Siemens hält nach eigenen Angaben im Mainframe-Geschäft einen Anteil von 15 Prozent in Europa und von 25 Prozent in Deutschland. IBM ist fast der einzige Konkurrent, seit Hitachi das Großrechnergeschäft aufgeben hat und Unisys sowie die französische Bull kaum mehr in Erscheinung treten. Rolf Strotmann, Vice President Software Solution Business bei FSC und Verantwortlicher für diesen Bereich, wirbt für die Performance der neuen Großrechner "S165" und "S200", die beide im oberen Leistungsbereich angesiedelt sind: "Dank der neuen Prozessoren, die auf 1,5 Gigahertz getaktet und in 90-Nanometer-Technik gefertigt sind, liegen wir in puncto Leistung jetzt wieder vor der Konkurrenz."

Der Monoprozessor bringt es mit seinen 500 Millionen Transistoren auf eine Spitzenleistung von 480 RPF (Relativer Performance-Faktor). IBM misst die Leistung seiner Mainframes in MIPS (Million Instructions Per Second), wobei 1 RPF ungefähr 1,5 MIPS entspricht. "Im Vergleich zu den Vorgängermodellen "S155" und "S190" hat sich die Leistung um 50 Prozent erhöht", berichtet Strotmann. Die Highend-Maschine S200 lässt sich auf 4300 RPF ausbauen.

FC statt Ficon

Die Rechner nutzen zur Anbindung der Peripherie entweder die Escon-Kanäle (mit Glasfaser oder Kupfer) oder Fibre Channel (FC). Die von IBM bekannten Ficon-Kanäle unterstützt FSC nicht, da "die Anwender mit normalen FC-Anschlüssen Geld sparen können", erklärt der FSC-Manager. Deshalb können auch herkömmliche FC-Speicher für offene Systeme an den FSC-Mainframes angehängt werden. Die Kupferkabel für die Escon-Verbindung sollen Investitionen schützen und etwa alte Hochleistungsdrucker an die modernen Rechner anbinden.

Vor allem Software und Services

Die neuen Mainframes sind insbesondere für die rund 1000 Bestandskunden in Europa gedacht. Neukunden lassen sich für die alte Architektur nicht finden. Dafür sind die Einstandkosten zu hoch: Der Listenpreis der neuen Geräte liegt laut Strotmann "bei 5000 bis 6000 Euro je RPF". FSC erreicht mit dem Verkauf von Mainframes rund 250 Millionen Euro im Jahr. "Das betrifft aber nur die hardwarenahen Umsätze. Insgesamt - mit allen Zusatzverkäufen wie Speicher, Software und Services - veranschlagen wir das Mainframe-Geschäft auf zirka eine Milliarde Umsatz, ein Sechstel der Gesamterlöse." (kk)