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16.02.2001 - 

Ziel: In drei Jahren an die europäische Spitze

Fujitsu-Siemens plant Westentaschen-PC auf NT-Basis

MÜNCHEN (CW) - Im Zuge der jüngsten Fokussierung auf das globale Hoffnungssegment Mobile Computing spielt Fujitsu-Siemens Computers (FSC) mit dem Gedanken, einen Palm-ähnlichen "Wallet PC" auf Basis von NT zu entwickeln. Wie der britische Nachrichtendienst "Computerwire" berichtet, soll ein Handheld mit integriertem Funk-LAN ebenfalls in der Pipeline stehen.

Etwas größer als die üblichen Palm-Geräte soll die Handheld-Alternative aus dem Hause Fujitsu-Siemens ausfallen - und etwa das Doppelte bis Dreifache kosten. Nach Angaben von Rami Raulas, Vice President für Mobile Business bei FSC, soll der Westentaschencomputer auf Embedded NT laufen. Zudem suche das deutsch-japanische Joint Venture nach einem Weg, den Handheld mit einem Pentium III zu bestücken.Wie sich ein ausgewachsener Pentium in einem Mobilzwerg einsetzen lassen soll, ist derzeit allerdings noch unklar.

Handheld mit Pentium?In solchen Devices kommen üblicherweise zierlichere CPUs wie Intels Strongarm zum Einsatz - nicht zuletzt mit Rücksicht auf die Akkulaufzeiten. Ob die Idee in die Tat umgesetzt werden wird, soll in etwa zwei Monaten entschieden werden: Die dann vorliegenden Ergebnisse einer aktuellen Fokusgruppen-Befragung sollen dem frisch gebackenen Handheld-Hersteller Aufschluss über die potenzielle Marktakzeptanz des Produkts geben.

Schon ein wenig weiter scheint die Arbeit an einem Pocket-PC-basierten Handheld mit integrierter Wireless-LAN-Technologie (802.11b) gediehen, das gegen Ende dieses Jahres zum Preis von 400 bis 500 Dollar auf den Markt kommen soll.

Im Rahmen seiner umfassenden "Mobility"-Strategie konzentriert das Unternehmen seine Entwicklungsaktivitäten derzeit auch auf die beiden Drahtlostechniken Bluetooth und Wireless LAN. Bis zum Jahr 2002 will FSC das Gros seiner Notebooks mit integrierter Bluetooth-Technik ausliefern. Erste entsprechend ausgerüstete Tragbare sollen bereits im Sommer dieses Jahres vorgestellt werden.

Die derzeitige Priorität der beiden "Pico-Net"-Technologien Bluetooth und Wireless LAN vor WAN-Techniken wie GPRS begründet FSC-Vice-President Raulas damit, dass Unternehmenskunden zwar nicht im Begriff seien, ihre Palm-Geräte oder Smartphones auf den direkten Firmendatenzugriff einzurichten, wohl aber begonnen hätten, so genannte Pico-Netze in Hotels oder Flughäfen zu nutzen. Bluetooth-Geräte bilden sofort ein Pico-Netz, wenn sie nahe genug beieinander liegen. Dabei teilen sich bis zu acht Devices eine Funkzelle.

GPRS-Connectivity werde Fujitsu-Siemens zunächst auf Add-on-Modulen in Form von PC-Cards anbieten, so Raulas. Allerdings arbeite sein Unternehmen an einem antennenbasierten Design, um Bluetooth, Wireless-LAN und GPRS schließlich als Komplettlösung anzubieten.

FSCs mittelfristiges Ziel dieser Initiativen ist es, den über das Notebook-Geschäft erzielten Anteil am Gesamtumsatz zu erhöhen. Nach Angaben von Raulas trägt das Laptop-Business momentan etwa 15 Prozent zu den Gesamteinnahmen des Unternehmens bei, während der Absatz im PC-Bereich beziehungsweise in der Server- und Speicherdivision 55 respektive 30 Prozent des Umsatzes ausmachen soll.

Bis zum Jahr 2003 will sich der Hersteller in 25 europäischen Ländern in jedem seiner Geschäftsbereiche - Notebooks, Consumer- und Business-PCs, Server und Speicherlösungen - in die Top-Five-Arena vorgerobbt haben. Im Bereich der Tragbaren lag FSC laut IDC im vierten Quartal auf Platz acht. Um das Ziel zu erreichen, gelte es die für 2001 angepeilten 500000 bis 600000 Einheiten im nächsten Jahr auf 800000 bis 900000 zu erhöhen, so Raulas.