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29.10.2004

Fujitsu-Siemens schult via E-Learning

Die Vertriebspartner können im Extranet lernen.

Bis Ende 2005, so prognostizieren die Analysten der Gartner Group, wird E-Learning zu den vier meistgenutzten Internet-Anwendungen gehören. Auf 6,5 Milliarden Dollar beziffert Gartner das Marktvolumen dieses Bildungssegments allein in Westeuropa.

Im Unternehmensumfeld stoßen traditionelle Präsenztrainings angesichts immer kürzerer Produktlebenszyklen und der damit verbundenen schrumpfenden Verfallszeit von Wissen zunehmend an Grenzen. Eine Erfahrung, die auch Fujitsu-Siemens Computers (FSC) bei der Qualifizierung seiner Vertriebspartner machen musste. "Partner in den Regionen konnten an den immer häufigeren zentralen Präsenztrainings nur teilnehmen, wenn sie hohe Reise- und Hotelkosten und einen großen Zeitaufwand in Kauf nahmen", verdeutlicht Dirk Thiele, bei FSC verantwortlich für die Aus- und Weiterbildung der deutschen Channel-Partner, das Dilemma.

Die Ergebnisse von Umfragen und Analysen eröffneten nach Angaben von Karen Birkmann, bei FSC europaweit verantwortlich für das Thema E-Learning, interessante Erkenntnisse: "Je höher das Bildungsniveau des Anwenders, desto ausgeprägter ist sein Bedürfnis nach Interaktion. Grundsätzlich hat jede Lernmethode ihre Berechtigung, entscheidend ist der zu vermittelnde Lerninhalt."

"Wir wollen die Flexibilität und Kosteneffizienz elektronischer Lernmethoden in unsere Partnertrainings integrieren, ohne Abstriche an der Qualität der Ausbildung zu machen. Der Wert der erlangten Zertifikate muss sichergestellt sein", erläutert Thiele. Eine Gratwanderung, die Erfahrung und Fingerspitzengefühl erfordert, industrieweit inzwischen aber zunehmend an Bedeutung gewinnt. "Blended Trainings sind insgesamt kürzer, die Teilnehmer kommen schneller zum Ziel."

Neben Web-based Trainings, die über Internet-Plattformen wie Web-Ex zu festgelegten Zeiten stattfinden, bietet FSC seinen Vertriebspartnern die Möglichkeit, sich mittels E-Learning-Inhalten aus dem FSC-Extranet auf Qualifizierungen vorzubereiten oder regelmäßige persönliche Rezertifizierungen komplett online abzuwickeln. Die Gefahr, dass derartige elektronische Angebote auch Unbefugten zugänglich werden könnten, sieht Bildungs-Manager Thiele nicht. "Zum einen basiert das Extranet-Portal unserer Partner auf einem CRM-Tool, das über ein personengebundenes Login verfügt, zum anderen würden sich die Händler in solchen Fällen selbst um Geschäfts- und Umsatzfelder bringen."

Obwohl Thiele im E-Learning technisch in den kommenden Jahren noch große Fortschritte erwartet, bleibt seiner Auffassung nach der persönliche Kontakt zwischen FSC und seinen Partnern unverzichtbar. Auf 30 bis 40 Prozent schätzt Thiele den Anteil, den E-Learning-Elemente im Trainings-Portfolio von FSC in den kommenden drei Jahren ausmachen werden. Nach seiner Einschätzung wird Online-Learning immer eine flankierende Maßnahme bleiben und herkömmliches Präsenztraining nie ganz ersetzen. Das gilt insbesondere für spezifische technische Trainings, wenn es beispielsweise um die Vermittlung von Erfahrungen bei der Konfiguration komplexer Systeme geht, aber auch für die Vermittlung fortgeschrittener Vertriebs-Skills. (hk)