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24.11.2000 - 

In drei Jahren sollen 750 Millionen Euro investiert werden

Fujitsu-Siemens' strategische Ausrichtung folgt dem allgemeinen Trend

MÜNCHEN (kk) - Ein Jahr nach der Fusion legte Fujitsu-Siemens die neue Unternehmensstrategie vor, die sich wie bei anderen Allround-Anbietern um die zwei Bereiche mobile Endgeräte und die dafür notwendige Infrastruktur rankt.

Firmenchef Paul Stodden stellte ein halbes Jahr nach Amtsantritt die von Analysten schon lange angemahnte Strategie vor, mit der das deutsch-japanische Unternehmen auf Erfolgskurs gebracht werden soll. Wirklich Neues kam nicht zutage, auch Fujitsu-Siemens folgt dem Trend zum Mobile Computing. Ob dieses Segment ausreicht, um den Konzern in den kommenden drei Jahren zu einem prosperierenden Unternehmen zu machen, bleibt abzuwarten. Die Company kämpfte in diesem Jahr nicht nur mit Management-Problemen, sondern musste auch im PC-Bereich Federn lassen.

Die Trends etwa zur Mobilität will sich Stodden zunutze machen, denn "da können wir unsere Stärken ausspielen". Das Produktportfolio des Hauses eigne sich dafür, dem Anwender das zu bieten, was Stodden als "Business critical Computing" bezeichnet: eine hochverfügbare Infrastruktur, die die (mobilen) Clients unterstützt. Dazu hat die Company eine Kooperation mit Siemens Information und Communication Mobile (Siemens ICM) geschlossen, die unter anderem zur Entwicklung neuer Internet-Appliances führen soll. Wann die zukünftigen Geräte für Umsatz sorgen werden, ist nicht bekannt.

Partner für das LösungsgeschäftWeitere Partnerschaften etwa mit Siemens Business Services (SBS) und der Fujitsu-Tochter ICL sollen das Lösungsgeschäft vorantreiben. Daneben sind Komplettpakete geplant, die aus ausgetesteter Hard- und Software im Verbund mit Diensten bestehen werden. Dazu will sich Fujitsu-Siemens auch der Dienste von Providern und sonstigen Serviceanbietern bedienen, denn "mobile Nutzer sollen ihre Anwendungen jederzeit sicher verfügbar haben", fordert der CEO.

Zur Umsetzung der Strategie müssen Teile des Personals mit neuen Aufgaben betraut werden. Im Vertrieb sollen die Pre- und Post-Sales-Aktivitäten ausgebaut werden, rund 3000 Mitarbeiter will Stodden in diesem Bereich beschäftigen. Betroffen sind auch etwa 1300 Mitarbeiter in der Entwicklung, die auf Mobile Computing und die Backbones dafür angesetzt werden. Insgesamt wird die Umstrukturierung zu einem Personalzuwachs führen. Die Kosten für die Neuausrichtung beziffert der Konzernchef auf 750 Millionen Euro in den kommenden drei Jahren.

Nichts ändern wird sich an der Multichannel-Struktur des Hauses: direkter Vertrieb an die Großkunden, indirekte Betreuung von kleineren Unternehmen durch Value Added Resellers (VARs) sowie die Retail-Schiene für Consumer-Produkte. Keine Angaben machte Stodden dazu, ob sich in Deutschland die Stellung der Fujitsu-Tochter Amdahl ändern wird (siehe Seite 67). Amdahl bleibt weiterhin ein Vertriebspartner.

Die wirtschaftliche Situation der letzten Monate stellt Stodden für sein Geschäft trotz der in der Siemens-Bilanz ausgewiesenen Verluste positiv dar. Das Minus in Höhe von 100 Millionen Euro für Fujitsu-Siemens enthält nach seinen Angaben auch die Aufwendungen für den Übergang von SNI zum neuen Unternehmen sowie Anlaufkosten. Seit einigen Monaten erwirtschafte der Anbieter, der keine Geschäftszahlen publizieren darf, Gewinne, versichert der CEO.