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12.09.2006

Fujitsu-Siemens streicht bis 2007 rund 300 Stellen

Schwache PC-Nachfrage zwingt zum Handeln.

Das deutsch-japanische Unternehmen Fujitsu-Siemens Computers (FSC) will bis September 2007 rund 300 Stellen abbauen. Betroffen ist das Plattformgeschäft - die Computerproduktion - , in der 5000 Mitarbeiter tätig sind. Der Personalrückgang soll aber ohne betriebsbedingte Kündigungen erreicht werden. Die 4000 Arbeitnehmer im Service, die FSC von Siemens Business Services (SBS) übernommen hatte, können sich ihres Arbeitsplatzes ebenfalls nicht sicher sein.

Rasches Handeln erforderlich

Als Grund nannte FSC den "signifikanten Nachfragerückgang der Informationstechnik-Branchen in Deutschland". Tatsächlich musste der IT-Lieferant im zweiten Quartal einen Rückgang der PC-Verkäufe in Höhe von zwei Prozent hinnehmen. FSC hatte schon immer argumentiert, dass die teure PC-Produktion in Deutschland nur möglich ist, wenn die Herstellungskosten jedes Jahr um zehn Prozent gesenkt werden können.

Die Company legte für das abgelaufene Finanzjahr (31. März) einen Rekordumsatz von knapp 6,65 Milliarden Euro und einen Gewinn in Höhe von 85,2 Millionen Euro vor. Als nicht börsennotiertes Unternehmen ist es nicht gezwungen, Aktionäre mit besonders großen Gewinnspannen und steigenden Aktienkursen glücklich zu machen. Allerdings dürften weder der japanische Gesellschafter Fujitsu noch der Siemens-Konzern gewillt sein, für etwaige Verluste der Tochter geradezustehen oder Geld nachzuschießen. CEO Bischoff ist also dazu gezwungen, rechtzeitig gegenzusteuern, sollte sich ein Rückgang im Geschäft andeuten.

Ab Ende September will FSC mit der IG Metall über eine Änderung der Tarifverträge verhandeln, da der "angekündigte Stellenabbau im Computergeschäft nicht ausreiche". Insbesondere hat das Unternehmen die 35-Stunden-Woche im Visier, die möglichst zugunsten einer 40-Stunden-Regelung gekippt werden soll. "Dass gleichzeitig ein Stellenabbau angekündigt wird, ist nicht die feine englische Art", moniert die IG Metall. (kk)