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Mitarbeiter verzichten auf Gehalt und Urlaub


12.07.2002 - 

Fujitsu-Siemens zieht die Personalbremse

MÜNCHEN (CW) - Fujitsu-Siemens Computers (FSC) geht nicht davon aus, dass sich die wirtschaftliche Situation in diesem Jahr verbessert. Als Konsequenz müssen die rund 7500 Mitarbeiter auf Gehalt oder Urlaub verzichten.

Mit einer zwischen dem Betriebsrat und der Geschäftsführung geschlossenen Betriebsvereinbarung will FSC bis Ende des Jahres etwa 15 Millionen Euro einsparen. Der Vertrag sieht vor, dass die nach Tarif bezahlten Mitarbeiter von Juli bis einschließlich Dezember zwei Stunden pro Woche weniger arbeiten. Im Gegenzug verzichten sie in dieser Zeitspanne auf knapp fünf Prozent ihres Lohns. Übertariflich Bezahlte verlieren sechs bis zehn Tage vom Jahresurlaub sowie Teile ihrer variablen Gehaltskomponente.

Das Modell sieht keine Garantie für den Fortbestand der vorhandenen Arbeitsplätze vor. Betriebsbedingte Kündigungen werde es während der Laufzeit des Vertrags aber nicht geben, hieß es dazu. Die Betriebsvereinbarung sei als kurzfristiges Instrument gedacht, um auf die Krise der Branche zu reagieren. Sollte die Flaute indes anhalten, könnten weiter reichende Maßnahmen ergriffen werden.

Im vergangenen Geschäftsjahr, das am 31. März endete, setzte FSC insgesamt 5,4 Milliarden Euro um, rund zehn Prozent weniger als noch im Vorjahr. Der Vorsteuergewinn belief sich auf 29 Millionen Euro, nach Steuern verblieb ein Minus "im einstelligen Millionenbereich", so Firmenchef Adrian von Hammerstein. Auch das laufende Fiskaljahr will der Konzern mit einem Vorsteuerplus abschließen und sich dabei eigenen Angaben zufolge besser als der Markt entwickeln. Dieser schrumpfte allerdings hierzulande in den ersten drei Monaten des Jahres, hat Gartner herausgefunden. (ajf)