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10.10.2006

Fujitsu und SAP schließen SOA-Pakt

Die Japaner sollen dem Softwarekonzern bei seiner Enterprise-SOA-Strategie unter die Arme greifen.

Ziel des Abkommens ist es, Unternehmen bei der Einführung flexibler, Service-basierender IT-Infrastrukturen zu unterstützen, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der IT-Hersteller. Demnach wird Fujitsu sein Branchen-Know-how sowie seine Servicekapazitäten in das Vorhaben einbringen. SAP steuert sein Softwareportfolio aus der Mysap-Familie sowie dem Technik-Stack aus der "Business Process Platform" (BPP) und der Integrationssoftware "Netweaver" bei.

Um die Pakete an den Mann zu bringen, planen beide Anbieter Kampagnen in "ausgewählten, spezifischen Regionen oder Branchen". Welche Märkte konkret angepeilt werden, ist bislang nicht bekannt. Darüber hinaus will Fujitsu die Zahl seiner SAP-Berater auf weltweit 2500 erhöhen. Aktuell arbeiten 1000 Consultants im SAP-Umfeld bei Fujitsu. Zusätzlich planen die Japaner, eine eigene Serviceabteilung im Rahmen des "Global Fujitsu SAP Competence Centers" in Walldorf aufzubauen.

SAP und Fujitsu kooperieren bereits seit dem Jahr 2000. Mit "Flexframe" wurde eine gemeinsame Infrastrukturlösung entwickelt, mit der sich Mysap-Umgebungen konsolidieren und einfacher sowie flexibler verwalten lassen sollen. Teile davon gehören heute zu SAPs Integrationsplattform Netweaver.

SAP will SOA Beine machen

"Die Partnerschaft mit Fujitsu ist für uns ein wichtiger Meilenstein", trommelte SAP-Vorstand Leo Apotheker für die Kooperation. Die Zusammenarbeit werde SAP dabei helfen, die Einführung von Enterprise SOA bei den Kunden zu beschleunigen. Diese Unterstützung hat SAP auch bitter nötig. Noch zögert die große Mehrheit der Anwenderunternehmen, sich mit einer SOA zu beschäftigen. Laut einer Umfrage der Deutschsprachigen SAP Anwendergruppe (DSAG) befassen sich derzeit lediglich sieben Prozent der 344 befragten Mitglieder damit, eine SOA-Strategie umzusetzen. (ba)