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19.12.2013 - 

Fujitsu-Manager Jörg Brünig

Fujitsu will das Data-Center-Geschäft ankurbeln

Regina Böckle durchforstet den Markt nach Themen, die für Systemhäuser und Service Provider relevant sind - oder es werden könnten - und entwickelt dazu passende Event-Formate.
In Verbindung mit dem Thema Cloud wird bei Fujitsu das Datacenter-Geschäft 2014 eine hohe Priorität genießen, kündigt Fujitsu-Channelchef Jörg Brünig an. Was Partner hier konkret erwarten können, erläutert der Manager im Interview.
Jörg Brünig, Senior Director Channel Managed Account und Mitglied der Geschäftsleitung bei Fujitsu Technology Solutions
Jörg Brünig, Senior Director Channel Managed Account und Mitglied der Geschäftsleitung bei Fujitsu Technology Solutions
Foto: Fujitsu

Wie schätzen Sie die Aussichten der ITK-Branche speziell im Bereich Datacenter für 2014 ein?
Jörg Brünig: Ausgesprochen positiv! Da das Thema Big Data mit seinen Möglichkeiten Geschäftsprozesse zu optimieren und neue Geschäftsmodelle zu entwickeln für Endkunden immer wichtiger wird, sehen wir gerade bei Speichersystemen und DC-Lösungen, die eine schnelle Zusammenführung von Daten sowie eine Analyse in Echtzeit bieten, zunehmenden Bedarf.

Was macht Sie so zuversichtlich?

Brünig: In den kommenden drei Jahren soll sich weltweit der über Rechenzentren abgewickelte Datenverkehr vervierfachen. Gleichzeitig sorgen gesetzliche Vorgaben, der Boom von Social Media und viele andere Faktoren dafür, dass das Volumen gerade auch unstrukturierter Daten massiv ansteigt. Das ist natürlich eine große Chance für unsere Partner und uns selbst, sich in diesem Segment zu platzieren. Hinzu kommt, dass die Strompreise in den nächsten Jahren weiter steigen werden. Deshalb bleibt natürlich auch das Thema Energieeffizienz ein Dauerbrenner und damit einhergehend Themen wie Virtualisierung und Green IT.

Was können Geschäftspartner 2014 von Fujitsu im Bereich Datacenter erwarten?

Brünig: In Verbindung mit dem Thema Cloud wird bei Fujitsu das Datacenter-Geschäft 2014 eine hohe Priorität genießen. Für Systemhaus-Partner bietet diese Situation natürlich die große Chance zur Weiterentwicklung hin zum Fujitsu Datacenter-Partner. Natürlich steigt dadurch für sie die Komplexität im Geschäft enorm an.
Neben leistungsstarken IT-Komponenten und -Lösungen aus dem Server- und Storage-Umfeld müssen sie verstärkt kompetente Beratung und schlüssige Konzepte für die Integration von Services anbieten. Das setzt natürlich eine umfassende Auseinandersetzung mit der Geschäftsstruktur beim Endkunden voraus.
Gleichzeitig benötigen diese Partner aber auch entsprechenden Support vom Hersteller in Form von Trainings, Unterstützung im Presales und idealer Weise sollte ihnen vom Hersteller auch gleich ein Komplettportfolio an Infrastrukturlösungen angeboten werden.

Was planen Sie hier 2014 ganz konkret, wo werden Sie Schwerpunkte setzen?

Brünig: Was den Channel anbelangt, wollen wir das Server- und Storage-, sprich das gesamte Infrastrukturlösungsgeschäft über unsere Partner für das Datacenter kräftig ankurbeln. Wir haben hierfür erstklassige Produkte, die sich hervorragend für alle denkbaren Anwendungsszenarien in Datacentern eignen. Dazu setzen wir vor allem auf eine starke Mannschaft im Datacenter-Partnermanagement. Dieses Team unterstützt unsere Datacenter-Partner gezielt mit Presales- und Consulting-Leistungen.
Darüber hinaus sollen spezielle Programme zur Partnerneugewinnung, getrieben vom Channel Development, 2014 für einen Zuwachs an Partnern in diesem Bereich sorgen. Die Partner müssen natürlich gut auf die entsprechenden Herausforderungen beim Kunden vorbereitet sein. Die benötigten Kompetenzen erwerben sie über ausgefeilte Trainings und Schulungen. Und natürlich unterstützen wir sie mit konkreten Lösungsprogrammen und Infrastruktur-Bundles für das Datacenter. Einen sehr positiven Impuls erwarten wir uns auch von der Einführung des so genannten Deal Registration Tools auf unserem Channel Partner Portal. Select-Partner können darüber neue Projekte registrieren. Fujitsu gewährt ihnen dann darüber im Projektfall entsprechende Vorteile.

Welche Trends und Technologien werden die Architektur und den Betrieb von Rechenzentren 2014 prägen?

Brünig: Aufgrund des weiter wachsenden Datenaufkommens in den Rechenzentren steht die Datacenterinfrastruktur vor enormen Herausforderungen. Gerade was die Storage-Systeme anbelangt, sind jetzt Technologien gefragt, die zum einen eine bessere Auslastung der Systeme erlauben, und zum anderen betriebswirtschaftliche Notwendigkeiten gegenüber dem reinen Datenspeichervorgang priorisieren. Die meisten Speichersysteme werden aktuell mit einer Auslastung von nur 50 Prozent betrieben.
Mit unseren neuen Eternus DX S3 Plattenspeichersystemen haben wir auf dem Fujitsu Forum erstmals eine durchgängig kompatible Storage-Familie präsentiert, die einen integrierten Block/Datei-Zugriff und eine Auslastung von bis zu 90 Prozent bei gleichzeitig auf den jeweiligen Geschäftsprozess optimierbarem Systemverhalten erlaubt. Über das intelligente Data Priority Management kann das Backup entsprechend vorgegebener Prioritäten durchgeführt werden. Darüber hinaus ermöglicht das neue automatisierte Quality-of-Service-Management, dass Storage-Verantwortliche nicht länger eine komplexe und teure Systemanpassung vornehmen müssen, um für geschäftskritische Anwendungen die gewünschte Antwortzeit einzustellen.

Mit welchen Trendthemen wird sich die ITK-Branche 2014 vorrangig befassen?

Brünig: Im kommenden Jahr werden weiterhin Themen rund um Big Data und Analytics ganz oben auf der Agenda stehen. In diesem Kontext werden neben Technologien für das In-Memory-Computing beziehungsweise die sinnvolle Speicherung, Verwaltung und Auswertung strukturierter und unstrukturierter Daten verstärkt Fragen der Datensicherheit diskutiert werden. Es wird also auch darum gehen, wie ein verantwortungsvoller Umgang mit Big Data aussehen und die sogenannte Datability gewahrt werden kann. Ein Dauerbrenner bleibt außerdem das Thema Mobility und damit verbunden die Bereitstellung der entsprechenden Endgeräte als auch von IT-Lösungen und Services im Backend, die diesen Trend bedienen. Auch Themen wie Shareconomy und Cloud Computing bleiben uns 2014 erhalten. Bei Cloud Computing sehen wir allerdings nicht nur neue Services, sondern auch weiterhin die zunehmende "Konsumerisierung der IT" als wichtige Triebkraft.

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