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08.11.1991 - 

Wegen schlechter Quartalsergebnisse des CASE-Anbieters

Fusion von Knowledgeware und Intellicorp zunächst geplatzt

MÜNCHEN (qua) - Der CASE-Anbieter und IBM-Partner Knowledgeware International (KWI) hat das erste Quartal des Geschäftsjahres 1991/92 mit einem Verlust von rund 4,9 Millionen Dollar oder 42 Cent pro Aktie abgeschlossen. Da in der Folge der Kurs der KWI-Papiere dramatisch sank, wird der geplante Aktientausch zwischen Knowledgeware und Intellicorp (siehe CW Nr. 36 vom 6. September 1991, Seite 11) nicht stattfinden.

Dietmar Büto, Geschäftsführer der Münchener Intellicorp GmbH, hielt sich nur halb bedeckt: "Wenn Sie mich jetzt fragen würden, ob das Quartalsergebnis der Firma Knowledgeware einen Einfluß auf die geplante Fusion gehabt hat, dann würde ich Ihnen mit einem Ja antworten", lautet die Formulierung, mit der er sich zitieren lassen wollte. Eine definitive Stellungnahme könne er allerdings erst dann abgeben, wenn die Anwälte der beiden Unternehmen die geschickteste Formulierung ausgeknobelt hätten.

Noch vor wenigen Monaten galt die Knowledgeware Inc. mit Sitz in Atlanta, Georgia, als eines der gewinnträchtigsten Unternehmen in der Softwarebranche. Hatten sich die Südstaatler am Ende des ersten Vorjahresquartals noch einen Nettogewinn von mehr als 2,5 Millionen Dollar beziehungsweise 20 Cents pro Aktie gutschreiben können, so mußten sie das erste Viertel des laufenden Geschäftsjahres mit einem Verlust abschließen, der fast das Doppelte von dem betrug, was im September 1990 als Profit ausgewiesen worden war.

Die im kalifornischen Mountain View beheimatete Intellicorp Inc. war im letzten Quartal des Ende Juni abgeschlossenen Geschäftsjahres 1990/91 nach Angaben des deutschen Geschäftsführers "gerade wieder soweit, daß wir einen Break-even-Punkt erreicht hatten". Für das erste Viertel des neuen Jahres mußte das auf wissensbasierte und objektorientierte Softwaresysteme spezialisierte Unternehmen laut Büto jedoch wieder rote Zahlen schreiben. Als Begründung für ihre Verluste im vergangenen Quartal führen sowohl Büto als auch das Knowledgeware-Management den mit der geplanten Fusion verbundenen Aufwand ins Feld.

Auch wenn dieser Merger nun aller Wahrscheinlichkeit nach nicht zustande kommen wird, so hat doch zumindest Intellicorp nach wie vor Interesse an einer Zusammenarbeit der beiden Software-Unternehmen. Konstatiert Büto: "Wir glauben, daß die eingeschlagene Richtung - CASE in Verbindung mit objektorientierter Technik und Unix - richtig ist."