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21.10.1983 - 

TU München:

Future toleriert Hardware-Ausfall

Der Lehrstuhl für Prozeßrechner der Technischen Universität München wird auf der Systems 83 seine aktuellen Arbeiten präsentieren. Auf dem Stand "Technologie- und Informationstransfer" des bayerischen Wirtschaftsministeriums wird dabei das fehlertolerante Multimikrocomputersystem Future (Fault-tolerant and User friendly system with Taskspecific Utilization of Redundancy) zu sehen sein.

Dieses Rechnersystem auf der Basis von Q-Bus-Moduln (Q-Bus ist ein Rechnerbus der Firma Digital Equipment) hat folgende Kennzeichen:

- es toleriert Hardwareausfalle

- führt im Fehlerfall den technischen Prozeß ohne Unterbrechnung fort,

- erlaubt die optimale Anpassung der redundanten Hardware auf die Aufgabenstellung,

- ist anwenderfreundlich; die Fehlertoleranzfunktionen werden vollständig durch das Betriebssystem verwaltet.

- das Betriebssystem ist vollständig in der hohen Programmiersprache Modula-2 geschrieben,

- Modula-2 ist auch die Anwenderprogrammiersprache.

An einem technischen Prozeß (Hochregallager, Roboter) wird das Future-System auf der Systems in Einsatz gezeigt.

Die Fehlertoleranz basiert auf einem Votiermechanismus (Software), der sowohl transiente als auch permanente Fehler erkennt. Erkannte Fehler haben keine Auswirkung auf den technischen Prozeß und werden durch Datenrestaurierung (transiente Ausfälle) oder Systemkonfiguration (permanente Ausfälle) beseitigt. Die Festlegung von Zuverlässigkeitklassen für Teilaufgaben innerhalb eines komplexen technischen Prozesses erlaubt eine kostenoptimale Zuordnung der redundanten Hardware zu einer speziellen Aufgabenstellung.

Informationen: Lehrstuhl für Prozeßrechner Technische Universität München, Halle: 2, Stand 2114.