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31.05.1996 - 

Weltweiter Urheberschutz noch nicht geregelt

G7-Konferenz legt Grundstein für globales Kommunikationsdorf

Die Teilnehmer des Treffens legten in Johannesburg den Grundstein für den Aufbau eines "globalen Kommunikationsdorfes", das ohne Ausschluß von weiten Teilen der Weltbevölkerung erreicht werden soll. Weitgehend einig war man sich auf dem Gipfel, an dem neben den sieben hochindustrialisierten Staaten (G7) auch 30 Entwicklungsländer (EL) sowie 20 multilaterale Organisationen teilnahmen, daß es rückständigeren Ländern nicht mit den schwachen Kassen der öffentlichen Hand gelingen werde, eine moderne TK-Infrastruktur aufzubauen. Ein konkretes politisches Signal Deutschlands, den EL beim Aufbau zu helfen gab es nicht, denn, so Cornelia Yzer, Staatsministerin im Bundesbildungsministerium, "wir können nicht immer mit staatlichen Geschenkpäckchen um die Welt reisen".

Vielmehr ist Deutschland laut Yzer bestrebt, das national mit der Wirtschaft auf die Beine gestellte Konzept "Schulen ans Netz" anderen Ländern nahezubringen. Auch Volker Jung, Vorstandsmitglied der Siemens AG, setzt auf Hilfe aus der Wirtschaft. Für ihn ist beim Aufbau der TK-Struktur in den EL die Beteiligung eines finanzstarken ausländischen Telefonkonzernes der gangbarste Weg.

Uneinigkeit herscht allerdings noch, wie im globalen Kommunikationsdorf der Schutz geistigen Eigentums und privater Daten zu gewährleisten ist. Angesichts der Schwierigkeiten, sich auf internationalem Parkett zu einigen, räumt Yzer bereits der Schaffung globaler rechtlicher Rahmenbedingungen wenig Chancen ein.