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30.05.2008

GAD zieht sich IT-Nachwuchs selbst heran

Damit die Lehrlinge nicht abwandern, werden sie gezielt gefördert.

62 Prozent der deutschen Unternehmen finden auf dem Arbeitsmarkt keine passenden Bewerber für vakante IT-Positionen. Dies fand der Branchenverband Bitkom durch eine Umfrage heraus. Eigene Ausbildungsplätze zu schaffen, so fürchten viele Firmen, sei riskant, weil niemand garantieren könne, dass der kostspielig qualifizierte Nachwuchs dem Ausbildungsunternehmen hinterher die Treue hält. Und warum sollte man heute für Jobs ausbilden, die vielleicht morgen schon nach Indien ausgelagert werden? Dass solche Sorgen mit einem flexiblen und praxisnahen Schulungskonzept gegenstandslos sind, beweist die GAD eG aus Münster.

Der IT-Dienstleister für rund 450 Volks- und Raiffeisenbanken im Norden und Westen Deutschlands beschäftigt gut 1500 Mitarbeiter, darunter knapp 50 Azubis konzernweit. Die Übernahmequote liegt bei 100 Prozent. Und 90 Prozent der Absolventen starten ihre berufliche Karriere bei der GAD genau in dem Tätigkeitsfeld, für das sie ausgebildet wurden. Deshalb sorgt das Unternehmen dafür, dass die Auszubildenden sehr schnell in die jeweiligen Fachbereiche integriert werden.

Praxisbezug statt Pseudoprojekte

Pro Jahr stellt die GAD konzernweit im Durchschnitt bis zu 20 Auszubildende ein. Das Spektrum reicht vom Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung und Systemintegration mit der Möglichkeit zum parallelen dualen Studium zum Wirtschaftsinformatiker Bachelor of Science bis zu den Ausbildungsberufen IT-System-Elektroniker und IT-System-Kaufmann. Bei der Vergabe der Ausbildungsplätze achtet der IT-Dienstleister nicht allein auf gute Noten in naturwissenschaftlichen Fächern sowie Englisch und Deutsch, sondern prüft auch kommunikative Fähigkeiten, Teamgeist und die Bereitschaft zum persönlichen Engagement. Immerhin sollen die späteren Mitarbeiter künftig in großen IT-Projekten mitarbeiten.

Ein Akzent der Ausbildung liegt auf dem Praxisbezug. Statt in pädagogisch motivierte Pseudoprojekte werden die Auszubildenden so früh wie möglich in reale Projekte integriert. Nach ihrem Abschluss brauchen sie keine langwierige Einarbeitung mehr. Zudem erwerben sie so von Beginn an soziale Kompetenzen, auf die es beim Umgang mit Kunden und Kollegen ankommt. Der frühe Kontakt zur GAD-Klientel zeigt den jungen Leuten zudem, wie die Uhren in der Finanzbranche ticken und welches Herangehen an IT-Projekte in diesem Marktsegment gefordert ist.

Nach drei Jahren legen sie ihre Abschlussprüfung vor der IHK Nord Westfalen ab. Wer das duale Studium zum Wirtschaftsinformatiker Bachelor of Science absolviert, besucht anstelle des Berufskollegs in den drei Jahren insgesamt sechs Theorieblöcke von je acht bis zwölf Wochen Dauer an der Berufsakademie Weserbergland in Hameln. Rund 90 Prozent der Kandidaten entscheiden sich für diese akademische Zusatzqualifikation. (am)