Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

17.01.1992 - 

NCR geht einen "New Way of Computing"

Galaxy bringt proprietäre NCR-Anwendungen auf Unix-HW

MÜNCHEN (CW) - "New Way of Computing" nennt die NCR Corp., Dayton, Ohio, ihr Konzept für einen Übergang zu Client-Server-Umgebungen und massiv parallelen Rechnern unter dem Unix-Betriebssystem. Die Anwender proprietärer Systeme möchte der Hardwarehersteller mit Hilfe der Betriebssystem-Umgebung "Galaxy" auf den Weg zu offenen Systemen schicken.

Das jetzt in den USA freigegebene Produkt soll helfen, die NCR-Kunden in das seit September 1990 geltende offene Rechnerkonzept des Hardwareherstellers einzubinden. Damals legte sich das Unternehmen unter der Bezeichnung "System 3000" vom Notepad-PC bis zum massivparallelen Großrechner mit 4096 Prozessoren auf Intel-Chips und das Unix-Betriebssystem fest.

Konkret stellt Galaxy ein Paket aus Betriebssystem-naher Software und Migrationswerkzeugen dar, mit deren Hilfe die Anwender von den herstellerspezifischen NCR-Midrange-Rechnern der I-Serie auf die Systemfamilie 3000 umsteigen können. Um diese Migration so sanft wie möglich zu gestalten, sollen die Kunden ihre bisherigen Programme ohne größere Eingriffe oder gar Rekompilation auf den neuen Rechnern ablaufen lassen können.

Einem langsamen Umstieg dient auch die Möglichkeit, alte und neue Cobol-Anwendungen gleichzeitig in der Galaxy-Umgebung laufen zu lassen. Außerdem ist vorgesehen, die Dateien und Anwendungen nicht in einer einmaligen Hauruck-Aktion, sondern sukzessive auf die von Unix V.4 unterstützten Systeme zu bringen.

Sinnvoll sei der Umstieg, verspricht Lutz Leinert, Pressechef von NCR Deutschland, weil ein Großteil der Anwendungen in der neuen Umgebung schneller laufe als auf den ursprünglichen Minis.

Nach Auskunft von Leinert galt die I-Serie, von der mehr als 50 000 Einheiten ausgeliefert wurden, bisher als das Brot-und-Butter-Produkt von NCR. Daher ist auch nicht beabsichtigt, die Unterstützung dieser Kunden aufzugeben. Danach wird allerdings die Weiterentwicklung der Midrange-Rechner eingestellt.

Laut Hersteller ermöglicht das Galaxy-Produkt zudem den mit den proprietären Betriebssystemen ITX, IRX und IMOS arbeitenden Minis sowohl mit der Systemfamilie 3000 zu kooperieren als auch auf die offene, verteilte Client-Server-Architektur von NCR zuzugreifen. Auch die Einbindung in das offene Client-Server-Konzept "Cooperative Computing Architecture" sei gewährleistet. Den Preis für Galaxy errechnen die NCR-Marketiers nach Informationen des britischen Branchendienstes "Computergram" aus Rechnertyp und Anzahl der User. Eine Konfiguration für 32 angeschlossene User, bestehend aus einem System 3445 mit 165 MB Hauptspeicher, Farbmonitor und einer 980-MB-Festplatte, würde mit dem Unix-V.4-Betriebssystem, Cobol-Compiler und Galaxy-Umgebung etwa 57 000 Dollar kosten. In Deutschland wird die Galaxy-Software je nach Größe des Zielsystems zu Preisen von 12 000 bis 130 000 Mark ausgeliefert.