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24.03.2000 - 

Galaxy setzt Backup-Teile zur Vollsicherung zusammen

MÜNCHEN (CW) - E-Commerce stellt Administratoren vor ein großes Problem. Da das Angebot im Internet möglichst ständig verfügbar sein muss, ist es sehr kompliziert, ein Backup der wichtigen Informationen zu erstellen. Commvault Systems will mit "Commvault Galaxy" Abhilfe schaffen.

Das Erstellen von Daten-Backups halten viele für eine reine Routinearbeit: Nachts, wenn alles schläft, werden Kopien relevanter Informationen oder aber komplette Sicherungen angelegt. Der Internet-Boom hinterlässt auch hier seine Spuren und wirft die bislang gültigen Gesetze über den Haufen. Große Unternehmen, die im E-Commerce international Erfolg haben wollen, können es nicht hinnehmen, dass ihre Systeme wegen eines Backups nicht erreichbar sind. Gleichwohl können auch sie nicht darauf verzichten, ihre Datenbestände zu sichern.

Mit Galaxy will der US-amerikanische Hersteller Commvault Systems dieses Problem beseitigen. Die modular aufgebaute Lösung besteht aus dem "Storage Manager", "Media-Agents" sowie den "Intelligent Data-(Idata-) Agents". Die einzelnen Softwaremodule können auf einem Server oder verteilt im Netz installiert sein und bilden zusammen eine vom Hersteller als "Commcell" bezeichnete Einheit.

Der Storage Manager enthält den zentralen Event-Manager sowie eine Metadatenbank mit Informationen über alle angeschlossenen Systeme. Mit Hilfe dieser Daten überwacht er alle Sicherungen und Wiederherstellungen. Die Media-Agents verwalten die unterschiedlichen Backup-Speichersysteme im Unternehmensverbund und kontrollieren Datenbewegungen zwischen diesen und den Idata-Agents. Diese wiederum überwachen spezifische Applikationen auf den Client-Rechnern oder Servern im Netz. Sie sind speziell auf die von diesen Anwendungen produzierten Daten zugeschnitten. So gibt es beispielsweise Module für Exchange, Notes oder Windows NT. Aus den Informationen der Metadatenbank und den Media-Agents wird ein Index erstellt, der konkrete Informationen über den Zeitpunkt und den Ort der Speicherung bestimmter Daten enthält. Dies hat zur Folge, dass bei einem Backup nicht immer die kompletten Daten gesichert werden müssen, sondern nur diejenigen, die sich seit der letzten Sicherung geändert haben. Überdies ist die Lösung nach Angaben des Herstellers in der Lage, aus mehreren solcher Teil-Backups eine komplette Sicherung ("Synthetic Full Backup") zu erstellen.

Auch bei der Datenrettung soll die Indexierung helfen, indem sie das gezielte Wiederherstellen von gelöschten oder etwa durch Überschreiben verloren gegangenen Dateien erleichtert. Galaxy bietet dem Administrator des Weiteren die Möglichkeit, Regeln für das Speichern von Informationen zu erstellen.

Galaxy läuft auf Basis von Windows NT 4.0 mit mindestens dem Service Pack 4. Unix-Systeme will Commvault Systems innerhalb eines Jahres unterstützen. Pro zu schützenden Knoten liegt der Preis bei rund 1000 Dollar.

Abb.: Dank eines Indexierungssystems kann Galaxy aus verschiedenen Teil-Backups (Incrementals) unabhängig vom Speicherort eine synthetische Vollsicherung aller Daten erstellen.Quelle: CW