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17.10.1980 - 

Japanische Computerhersteller forcieren VLSI-Projekte:

Gallium-Arsenid gegen MOS-Speichertechnik

SAN JOSE/KALIFORNIEN(rs) - Fujitsu entwickelt einen Supercomputer, der die Gallium-Arsenid-(GaAs-)Technologie verwendet. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der amerikanischen Marktforscher Strategic Business Services, San Jose/Kalifornien. Die GaAs-Technik werde anfänglich in speziellen Anwendungen wie sehr schnelle Computer oder optischen Verbindungen realisiert.

Die ersten Produkte mit GaAs-Technik, so der Report,erscheinen in zwei bis drei Jahren auf dem Markt. Wegen der noch geringen Stückzahlen seien sie sehr teuer und würden mit vorhandenen Produkten kaum in Konkurrenz treten. Etwa von 1985 an jedoch sei damit zu rechnen, daß die GaAs-Chips die auf herkömmlicher Technologie wie MOS basierenden zurückdrängen.

Die Japaner, behauptet die SBS-Studie, sind nahe daran, GaAs-Chips in Großserie herzustellen. Um den geringen Vorsprung, den die USA noch habe, zu halten, werde die US-Regierung ausgewählte VLSI-Projekte wie Gallium-Arsenid-Forschung stärker als bisher unterstützen. Unternehmen wie Rockwell International, Hughes, TRW, Texas Instruments und Westinghouse werden von den RegierungsgeIdern profitieren.

Europäische Gesellschaften betreiben der Studie zufolge ebenfalls mit

Unterstützung der Regierungen Forschung in ausgesuchten Teilgebieten.Hier ergäbe sich häufig eine Duplizität der Forschung. Besonders erwähnenswert unter den Europäern seien

Plessey in Großbritannien, Thompson-CSF und LEP in Frankreich sowie Siemens in der Bundesrepublik Deutschland.

Das japanische Handelsministerium unterstützt neben Fujitsu in der GaAs-Forschung insbesondere Unternehmen wie Hitachi, Matsushita, Mitsubishi, OKI, NEC, NTT und Sony.

Anfangsprobleme bei der GaAs-Produktion wie Materialherstellung sowie Handhabung giftiger Stoffe scheinen gelöst, heißt es in der Studie der amerikanischen Marktforscher Strategic Business Services. Ungelöst sei noch, wie bei sinkenden Preisen und erhöhter Nachfrage nach den neuen Chips die Produktion gesteigert werden könne. Dafür würden neue Verfahrenstechniken entwickelt. Insbesondere auch für die Prüfung der schnellen Schaltkreise.

Der Report kommt zu dem Schluß,daß die neue Technologie jetzt die Problemerkennungsphase hinter sich gelassen habe und sich nunmehr in der Problemlösungsphase befinde. Falls nicht eine schnellere Technik wie Ausnutzung des Josephson-Effekts innerhalb der nächsten sieben Jahre eingeführt werde, werde die GaAs-Technik einen "tiefgreifenden Effekt" in der Halbleiter-Industrie haben.

Der Report mit delm Titel "lmpact of Gallium Arsenide an MOS, SOS and Bipolar Technologies" kostet 1500 Dollar und ist im September 1980 erschienen.

Informationen: Susanne Sonnabend, Marketing Services, Strategic Business Services, Inc., 4320 Stevens Creck Blvd., Suite 215, San Jose CA 95129.